Eine Lanze für Jetpack

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Lob / Unterbau

Jetpack Verwaltung Screenshot

Wer eine Webseite und insbesondere ein Blog mit WordPress betreibt und WordPress selbst hostet, der sollte sich unbedingt das WordPress-Plugin Jetpack einmal näher ansehen. Jetpack kommt von Automattic, dem kommerziellen Ableger des WordPress-Projekts. Es ist modular aufgebaut und man kann damit verschiedene Features aus dem Hosting-Dienst WordPress.com* auch mit einer in Eigenregie betriebenen WordPress-Installation nutzen. Von den derzeit 35 Jetpack-Modulen beziehungsweise -Features sind die allermeisten kostenlos — zahlen muss man lediglich für Managed Security inklusive Backups (“Vaultpress”) und für Video-Hosting (“Videopress”).

Mit Jetpack kann man zum Beispiel die eigenen Fotos über das fixe CDN (Content Delivery Network) von WordPress.com ausliefern (“Photon”), das eigene WordPress-Theme um Infinite Scroll erweitern, für Smartphones und Tablets automatisch eine mobil optimierte Darstellung ausliefern, neue Blogposts automatisch in sozialen Netzwerken teilen, beim Verfassen LaTeX-Syntax für Formeln oder Markdown benutzen und last, but not least vom Dashboard aus die gesamte WordPress-Datenbank zentral durchsuchen (“Omnisearch”). Eine Übersicht aller Funktionen und Möglichkeiten findet Ihr auf jetpack.me (bissl runterschrollen).

Analog zu WordPress.com wird auch Jetpack ständig weiterentwickelt und um neue Features ergänzt. Es lohnt sich daher, ab und an einen Blick ins flankierende Blog zu werfen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und nichts Wichtiges zu verpassen.

*In puncto Datenschutz muss man berücksichtigen, dass bei Nutzung von Jetpack naturgemäß Daten aus der eigenen WordPress-Installation auf Server von Automattic hochgeladen werden — anders könnte man Funktionen wie “WordPress.com Stats” gar nicht realisieren. Wer so etwas prinzipiell nicht will, muss die Finger von Jetpack lassen. Bei mir ist die Abwägung Mehrwert versus Risiko jedenfalls eindeutig für Jetpack ausgefallen.

Von Rückfragen zum Bearbeitungsstand bitten wir abzusehen

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Persönlich / Traurig

Nachdem ich mich beruflich seit Jahren über die “Fotogalerie” des Bundeskriminalamts ärgere, habe ich mich jetzt mal versuchsweise schriftlich an die Pressestelle gewendet mit folgender Anfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

es sollte Ihnen nicht entgangen sein, dass Journalisten regelmäßig Bildmaterial benötigen, um ihre Texte zu illustrieren.

Wieso erschwert dies das BKA mit seiner vollkommen unbrauchbaren und weggesperrten Bildergalerie dermaßen?

Andere Bundesbehörden sind da schon seit Jahren deutlich besser aufgestellt. Ganz zu schweigen von den USA, wo alle Fotos der Regierung problemlos zugänglich sind und noch dazu unter einer gemeinfreien Lizenz stehen…

Bei Ihnen hingegen liest man als erstes “Sämtliche Bilder unterliegen dem Urheberrecht. Eine Nutzung ist nur mit Zustimmung des BKA möglich. Möchten Sie ein Bild für Ihre Berichterstattung nutzen, so wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des BKA” – dergleichen ist im Zeitalter des Internets einfach nicht mehr zeitgemäß, werte Kolleginnen und Kollegen!

Besteht hier irgendeine Aussicht auf Besserung?

Viele Grüße aus München,
Thomas Cloer

P.S: Auch www.bka.de ist ein virtuelles Trauerspiel. Kein responsives Webdesign, außerdem laut Google Chrome “veraltete Sicherheitseinstellungen”…

Vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme

Eigentlich hatte ich noch mehr geschrieben, musste aber beim Absenden des Kontaktformulars zur Kenntnis nehmen, dass das BKA keine E-Mails mit mehr als 1100 Zeichen bekommen möchte (was ich zwar durchaus verstehen kann, aber eigentlich ganz gern vorher gewusst hätte).

Jetzt bin ich mal sehr gespannt, wann die “gegebene Zeit” sein wird, zu der ich einer persönliche Antwort erhalte. Dass ich mit dieser nicht unbedingt zeitnah rechnen kann, wird ja bereits angedeutet.

Update: Schon heute Nachmittag hat mich eine sehr nette Dame aus der Pressestelle des BKA angerufen. Alle erwähnten Probleme sind dort bekannt und verstanden. An einem Relaunch des BKA-Webauftritts und auch der Bildergalerie wird bereits seit einiger Zeit gearbeitet. Geht nur alles nicht so schnell wie die nette Dame es gern hätte. Die Mühlen der Bürokratie mahlen halt langsam, noch dazu sind finanzielle Mittel und Personal überschaubar…

Das Referenz – die Referenz für die Wikipedia auf dem iPad

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Lob / Schön! / Unterwegs

Das Referenz mit Wikipedia-Artikel zu Geviert

Ich bin mit diesem Blogpost zwar ungefähr ein Jahr zu spät dran, aber ich finde, das macht nichts: Ich glaube, dass viele iPad-Besitzer noch nie von Das Referenz gehört haben, und ich möchte mit meinen bescheidenen Möglichkeiten dazu beitragen, das zu ändern.

Die freie Enzyklopädie Wikipedia gehört zu den Websites, auf die ich am liebsten nie mehr verzichten würde. Das gilt allerdings vornehmlich für die Inhalte und weniger für deren Darstellung, speziell im Browser.
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Ihr nervt, Skype!

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Kritik / Traurig

Skype Opt-in für Bing und MSN als Startseite

Liebes Skype (i.e. Microsoft),

wie sehr Ihr uns als Kunden wertschätzt, sieht man daran, dass Ihr bei jeder Installation und jedem Update von Skype auf auf dem Windows-Desktop wieder aufs Neue versucht, uns Bing als Suchmaschine und MSN als Startseite unterzujubeln.

Wollte ich Bing als Suchmaschine und MSN als Startseite, dann hätte ich sie schon. Euer blöder Opt-out-Screen ist einfach unsäglich und plump. Keine Ahnung, wie oft man Euch das noch sagen muss, bis Ihr endlich davon ablasst.