Der Windows Phone Store nervt
Der iTunes App Store und Google Play sind bestimmt auch nicht das Gelbe vom Ei. Aber der der Windows Phone Store, Microsofts App Store für Windows Phones, ist der schlechteste von allen. Finde ich. Und zwar aus einer Reihe von Gründen.
- Der Nutzer hat keine Möglichkeit (mehr; vor Windows Phone 8 ging das noch), alle neu veröffentlichten Apps zu sehen. Es gibt zwar eine Rubrik “Neu + angesagt”, aber die ist intransparent irgendwie redaktionell betreut und hilft nicht weiter.
- Updates für bereits installierte Apps werden auf dem Telefon entweder verspätet oder gar nicht angezeigt. Bei mir seit ein oder zwei Wochen gefühlt eher gar nicht mehr.
- Jeder Hinz und Kunz kann Apps mit dem Namen und offiziellen Icon populärer Web-Dienste in den Store stellen, ohne dass diese auch nur das Geringste mit dem eigentlichen Anbieter zu tun hätten.
- Die Suchfunktion ist jämmerlich.
- Immer noch viel zu viele Crap-Apps (und viele zu viele hochwertige und wichtige nicht). RSS-Reader für nur einen Feed zum Beispiel oder simple Redirects auf mobile Webseiten, die dann womöglich auch noch Geld kosten sollen.
Klar, es sind auch ein paar wichtige Apps hinzugekommen seit Jahresbeginn. Aber ich vermisse immer noch eine Menge, die ich auf dem iPhone und unter Android schätze. Any.DO, Brewster, Citrix Receiver, Cobook, DB Tickets, Dropbox, Fantastical, Flipboard, Instagram, Lufthansa, Path, Pinterest oder Readability zum Beispiel. Und natürlich die ganzen Google-Apps. Es gibt einfach noch zu viele große Unternehmen wie auch coole Start-ups, die Windows Phone als Plattform ganz offensichtlich immer noch nicht ernst nehmen. Trotz aller Bemühungen und Subventionen von Microsoft und/oder Nokia.
Today at the JP Morgan Technology, Media & Telecom Conference in Boston, Tami Reller shared with the audience that the update previously referred to as “Windows Blue” will be called Windows 8.1 and will be a free update to Windows 8 for consumers through the Windows Store.

Foto: Nokia
In this world where page views are currency, heat is often more valued than light. Stark black-and-white caricatures are sometimes more valued than shades-of-gray reality.
Frank X. Shaw, Corporate Vice President of Corporate Communications at Microsoft
re:publica 2013 — eine Gesellschaftskonferenz
Ich bin zurück aus Berlin nach drei spannenden, horizonterweiternden und beglückenden Tagen re:publica 2013. Die ist jetzt keine Blogger- oder Internet-Konferenz mehr, sondern eine Gesellschaftskonferenz:
Drei Tage re:publica gehen zu Ende. Unter dem Motto IN/SIDE/OUT kamen rund 5.000 Besucherinnen und Besucher aus mehr als 50 Ländern in Berlin zusammen. Rund 450 Speakerinnen und Speaker, 263 Vorträge mit 268 Stunden Programm auf elf Bühnen boten eine einzigartige Vielfalt. Zum Ende der Konferenz riefen die Veranstalter dazu auf, die Freiheit im Netz zu verteidigen.
„Die Freiheit, die wir im Moment noch erleben und so lieben muss nicht von Dauer sein. Deshalb setzt euch dafür ein, dass unsere Freiheit auch im Internetzeitalter erhalten bleibt. Kämpft für Grundrechte und klärt andere auf“, forderte Markus Beckedahl die Besucher zum Abschluss der re:publica auf. Dem vorangegangen war eine Videobotschaft von Ai Weiwei, der selbst von der chinesischen Regierung in seinen Freiheitsrechten massiv eingeschränkt ist.
Die re:publica hat sich auch 2013 wieder entwickelt. „Größer, internationaler und jünger! Die re:publica ist wichtige nächste Schritte gegangen und signalisiert, dass hier in Berlin eine Gesellschaftskonferenz stattfindet, bei der alle willkommen sind, sich zu beteiligen. Meine Hoffnung ist, dass nun die zahlreichen Themen, die wir in den letzten drei Tagen verhandelt haben, weiter getragen, entwickelt und diskutiert werden. Wir freuen uns auf die rp14!“, so Johnny Haeusler, Mitgründer der re:publica.
Das trifft es ganz gut, finde ich. Der ich die Veranstaltung teils als journalistischer Zaungast, teils zur Fortbildung und teils als Netzmensch besucht habe. Der viele andere Netzmenschen getroffen hat, viele erwartet und manche auch unerwartet. Das hat gutgetan.
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