Kai Diekmann wünscht Frohe Ostern

Im Interview mit der “taz” sagte der taz-Genosse Diekmann ja neulich:

Ist es eigentlich schön, über Twitter und Facebook einen direkten Mitteilungsweg nach draußen zu haben, ohne die eigene Presseabteilung einschalten zu müssen?

Ja. Ich kriege dann aber auch regelmäßig auf den Deckel. Nicht alles, was ich da schreibe, stößt im Haus auf ungeteilte Zustimmung. Aber auch das gehört dazu. Auch für unsere Kollegen in der Öffentlichkeitsarbeit hat sich hier die Wirklichkeit verändert.

Metered Paywalls mit Google ad absurdum führen

Viele Webseiten beschränken dieser Tage die Zahl von Artikeln, die man dort kostenlos lesen darf — dadurch soll man motiviert werden, ein digitales Abonnement abzuschließen. Oft lässt sich so ein Metered-Paywall-Limit aber mit ein paar Klicks umgehen.

Bei der “New York Times” habe ich da persönlich auch keine Skrupel. Weil ich deren Inhalte entweder per Twitter verbreite und damit zusätzlichen Traffic und potenziell neue Abos generiere oder sie als Quelle nutze und dann ordentlich zitiere und verlinke.

Man kann sich natürlich die oben beschriebene Handarbeit auch sparen, indem man sich zum Beispiel ein Plugin wie “BreakthePaywall” (IE only, für andere Browser gibt es andere) installiert.

Dessen Entwickler schreiben übrigens auf ihrer Webseite

We have received some correspondence along the lines of: “I find it funny/hilarious/ironic that you are asking for donations for something which steals others hard work”.

Our response:

We find it funny/hilarious/ironic that certain websites ask for payment for content that is in fact available for free by Googling the Headline.

und führen damit und auch im Folgenden das Konzept der Metered Paywall schön ad absurdum.

Ich bin ohnehin sicher, dass Paywalls nur eine Übergangserscheinung sein können und werden auf dem Weg zu einer möglichen Refinanzierung von Qualitätsjournalismus im Netz. Sie sind der Versuch, die Abomodelle aus der analogen Vergangenheit ins Digitale hinüberzuretten, und werden (jedenfalls außerhalb thematisch spitzer Nischen) nicht funktionieren. Was wir auf längere Sicht in jedem Fall brauchen werden, ist ein einfach funktionierendes und auf breiter Front akzeptiertes Micropayment. Vielleicht so was wie Laterpay.

Neues bei Entertain to go

Entertain to go auf iPad

Foto: Telekom

Bei Entertain to go (Zubuchoption für das Entertain-IPTV der Deutschen Telekom) funktioniert Fernsehen jetzt auch via Mobilfunk. Sieht auf den ersten Blick interessant aus. Aber:

  • Das geht nur mit einer Telekom-SIM.
  • Das Fernseh-Streaming wird voll auf das Inklusivvolumen angerechnet.
  • Es gibt keine Entertain-to-go-App für Windows Phone.
  • Die Senderauswahl ist begrenzt.
  • Entertain Pur oder Entertain via Satellit bleiben außen vor.

Zu viele Abers, als dass ich dafür jeden Monat knapp 5 Euro zahlen würde.

Windows Phone 8.1 und die Lautstärken

Windows Phone 8.1 Einstellung Lautstärke

Screenshot: Microsoft

Im kommenden Windows Phone 8.1 hat sich Microsoft einiges von der Konkurrenz abgeschaut. Zum Beispiel die Möglichkeit, die Lautstärke verschiedener Funktionen getrennt voneinander einzustellen. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum sie dann nicht auch gleich Klingel- und Benachrichtigungston voneinander entkoppelt haben. Weil genau das nach meiner Erfahrung die beiden Tonarten sind, die man gern unterschiedlich laut hätte – Klingelton laut, damit man ihn auch durch die Tasche noch hört; Benachrichtigungston deutlich leiser, damit er nicht dauernd nervt.

Was haltet Ihr davon — ist Microsofts Aufteilung die richtige für Euch oder geht es Euch eher so wie mir?

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