Neues bei Entertain to go

Entertain to go auf iPad

Foto: Telekom

Bei Entertain to go (Zubuchoption für das Entertain-IPTV der Deutschen Telekom) funktioniert Fernsehen jetzt auch via Mobilfunk. Sieht auf den ersten Blick interessant aus. Aber:

  • Das geht nur mit einer Telekom-SIM.
  • Das Fernseh-Streaming wird voll auf das Inklusivvolumen angerechnet.
  • Es gibt keine Entertain-to-go-App für Windows Phone.
  • Die Senderauswahl ist begrenzt.
  • Entertain Pur oder Entertain via Satellit bleiben außen vor.

Zu viele Abers, als dass ich dafür jeden Monat knapp 5 Euro zahlen würde.

Windows Phone 8.1 und die Lautstärken

Windows Phone 8.1 Einstellung Lautstärke

Screenshot: Microsoft

Im kommenden Windows Phone 8.1 hat sich Microsoft einiges von der Konkurrenz abgeschaut. Zum Beispiel die Möglichkeit, die Lautstärke verschiedener Funktionen getrennt voneinander einzustellen. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum sie dann nicht auch gleich Klingel- und Benachrichtigungston voneinander entkoppelt haben. Weil genau das nach meiner Erfahrung die beiden Tonarten sind, die man gern unterschiedlich laut hätte – Klingelton laut, damit man ihn auch durch die Tasche noch hört; Benachrichtigungston deutlich leiser, damit er nicht dauernd nervt.

Was haltet Ihr davon — ist Microsofts Aufteilung die richtige für Euch oder geht es Euch eher so wie mir?

Universal Windows Apps

Universal Windows App Development, Build 2014 Slide

Microsoft holt auf der Entwicklerkonferenz Build zum großen Schlag aus. Nicht Cortana, nein. Sondern Universal Windows Apps: Ein Code für Windows Phone, Tablet und PC — und später Xbox One, die ist ja letztlich auch ein PC. Viele Möglichkeiten (= Programmiersprachen), um diesen einen Code zu schreiben. Ein Kauf im Store für alle Plattformen (sogar In-App). WinRT heißt das Zauberwort. Das ist Modern.

“Native Advertising” vs. Trennungsgebot

In letzter Zeit hört man immer öfter den Begriff “Native Advertising”. Das ist so eine Art Advertorial (= verkappte Werbung) auf Webseiten. Wichtig ist im Kontext von Online insbesondere, dass beim “Native Advertising” Werbung über das Content Management System (CMS) und nicht über den oder die Adserver ausgeliefert wird — Werbeblocker laufen dann prinzipbedingt meist ins Leere, was sowohl Werbetreibende als auch Seitenbetreiber natürlich ganz toll finden.

Ich erwarte aber, dass es durch “Native Advertising” zu deutlich mehr Verstößen gegen den Pressekodex und insbesondere dessen Ziffer 7 zum Thema Trennung von Werbung und Redaktion kommen wird. Der Pressekodex sagt klar

…dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder durch persönliche wirtschaftliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein.

Eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken wird es beim “Native Advertising” genauso wie bei Print-Advertorials oft nicht geben, weil diese ja den gewünschten Anschein eines redaktionellen Beitrags zunichtemachen würde.

Auch wenn mein Gehalt als Online-Journalist zu einem nicht unerheblichen Teil über Werbung finanziert wird, bereitet mir “Native Advertising” ziemliche Bauchschmerzen. Weswegen ich auch jedem empfehle, sich über offensichtliche Verstöße gegen den Pressekodex und das Trennungsgebot des Presserechts zu beschweren — damit derartige Auswüchse nicht weiter zunehmen.

Schönes Pressefoto (b/w) von Satya Nadella

Satya Nadella mit Journalisten beim Launch von Office für das iPad

Foto: Microsoft

Unter dem neuen Microsoft-CEO Satya Nadella verändert sich offenbar auch die fotografische Selbstdarstellung und Inszenierung der Konzerns für die Medien. Die Pressefotos vom Launch von Office für das iPad (ZIP-Download, 96 MB) dürfen sich andere Hersteller übrigens gern zum Vorbild nehmen, wenn’s denn nach mir geht: Gute Fotos, gute Zusammenstellung, hohe Auflösung – so muss das, danke.

Warum soll eine Uhr denn bitte auch noch smart sein?

Motorola Moto 360 mit Android Wear

Foto: Motorola

Es mag sein, dass Google im Moment die besten Karten für eine “Killer Smartwatch” hat — Apple lässt sich ja bislang nicht in seine schauen. Und Motorola ist offenbar mächtig stolz darauf, dass seine Moto 360 aussieht wie eine richtige Uhr und sich auch so anfühlt wie eine richtige Uhr.

Aber Android Wear macht ja weiter nichts, als ein bisschen Google Now und App-Notifications vom Android-Smartphone auf einen kleinen runden Bildschirm zu bringen. Damit ich “Ok Google” in mein Handgelenk sprechen kann statt in mein Smartphone. Und mir andauernd kontextrelevante Informationen eingeblendet werden, wo ich früher nach der Uhrzeit geschaut habe. Noch mehr Ablenkungen vom Wesentlichen — es sei denn, man hält diese dauernden kontextrelevanten Informationen für das Wesentliche.

Liebe Leute, früher saßet Ihr in der U-Bahn und im Restaurant, habt Euch zumindest ab und zu angeschaut, miteinander gesprochen oder ein bisschen geflirtet. Heute starrt Ihr (und mich selbst kann ich da leider auch nur teilweise ausnehmen) andauernd auf einen kleinen Bildschirm, auf dem das Leben der Anderen an Euch vorüberscrollt.

Ich glaube, es wird höchste Zeit, dass das Pendel wieder zurückschwingt, weg von dieser Allgegenwart des Digitalen und zurück zu einem bisschen mehr analogem Zwischenmenscheln. Das mit dem Analogen gilt auch für Uhren — es gibt doch kaum etwas Faszinierenderes als ein richtiges Uhrwerk (und damit meine ich keinen Elektromotor), das ruhig auch ein kleines bisschen vor- oder nachgehen darf, wenn’s nach mir geht. Ich will überhaupt nicht die absolute Präzision einer Funkuhr. Und eine Uhr muss Zeiger haben, es hat schließlich eine ästhetische Dimension, wenn eine Stunde oder ein Tag eine runde Sache ist.

Nomos Manufakturkaliber Alpha

Foto: Nomos Glashütte

Ich will jedenfalls keine Smartwatch, die man ständig aufladen muss. Ich will keinen verlängerten Smartphone-Bildschirm am Handgelenk. Ich will keinen Patientenmonitor, solange ich noch keinen brauche, und ich will auch mein Selbst nicht quantifizieren.

Meine Uhr hat Zeiger, eine kleine Sekunde und ein mechanisches Werk mit Handaufzug. Mehr brauche ich nicht und mehr will ich auch nicht. Auch wenn man ja bekanntlich niemals nie sagen soll.

P.S: Volker scheint mir unabhängig zu ähnlichen Schlüssen gekommen zu sein.

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