Facebooks Datensammeln außerhalb von Facebook kann man abstellen

Schreibe einen Kommentar
Erklärstück

Wie, das steht schon länger hier unter “Werbeanzeigen basierend auf deiner Nutzung von Webseiten oder Apps außerhalb von Facebook”:

Wenn du nicht möchtest, dass Facebook oder andere teilnehmende Unternehmen Informationen sammeln oder nutzen, die auf deinen Aktivitäten auf Webseiten, Geräten oder Apps außerhalb von Facebook basieren, damit sie dir Werbeanzeigen zeigen können, kannst du diese über […] die European Digital Advertising Alliance in Europa abbestellen. Du kannst diese Abmeldung auch von deinem Handy aus vornehmen.
Es ist nur eine einmalige Abmeldung erforderlich. Wenn du die interessenbasierte Werbung auf Facebook von einem Telefon oder Computer aus abbestellst, übernehmen wir diese Auswahl für alle Geräte, auf denen du Facebook nutzt.

Bitte.

HTML5: YouTube legt den Schalter um

Schreibe einen Kommentar
Lob

YouTube schreibt in seinem Entwickler-Blog:

Given the progress we’ve made with HTML5 <video>, we’re now defaulting to the HTML5 player on the web. We’re also deprecating the “old style” of Flash <object> embeds and our Flash API. […] You can support HTML5 by using the <iframe> API everywhere you embed YouTube videos on the web.

Flash als “Savior of the Universe” hat sich damit endgültig erledigt ;-)

Der CCC ruft zur digitalen Selbstverteidigung auf

Schreibe einen Kommentar
Lob / Unterbau
Author: Sarah Hartwell. Mockup of a bombe machine at Bletchley Park. Photographed & uploaded by self.

Foto: Nutzer Messybeast auf en.wikipedia via Wikimedia Commons

Der CCC fordert ein striktes Verbot unverschlüsselter Kommunikation. Jedes Bit und jedes Byte, das von Providern transportiert und von Banken oder dem Finanzamt verarbeitet wird, muß verschlüsselt sein. Wer Daten seiner Kunden unverschlüsselt überträgt, archiviert und damit deren Sicherheit gefährdet, muß mit empfindlichen Strafen belegt werden. Und das nicht erst, wenn der Mißbrauch der Daten zufällig bekanntgeworden ist.

Wir fordern, daß die Millionen, die in die Militarisierung der Netze gesteckt werden, stattdessen in den Bau offener, sicherer Systeme zu investieren sind. Statt weitere Millionen in die digitale Aufrüstung gegen die eigene Bevölkerung zu investieren, fordert der CCC, diese Gelder in bessere technische Ausbildung fließen zu lassen. Effektive Kryptographie muß zum obligatorischen Standard in der Kommunikation über das Internet werden. Die Regierung sollte endlich sämtliche Pläne zur Totalüberwachung des Internets über Bord werfen und sich den eigentlichen Problemen dieser Thematik widmen: der Ahnungslosigkeit in den eigenen Reihen.

Mehr davon.

Ich glaube nicht an Google Glass, Oculus Rift oder Hololens

Kommentare 3
Erklärstück / Kritik / Persönlich
Moscot Nebb

Foto: Moscot

Firmen wie Google, Facebook und jetzt auch Microsoft wollen uns Datenbrillen als Benutzerschnittstelle der Zukunft einreden. Ich mag und will an dieses Konzept nicht glauben, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Ich habe schon eine Brille auf der Nase, seit ich drei Jahre alt bin. Mit inzwischen ziemlich komplizierten Gläsern (bei der nächsten komme ich vermutlich um Gleitsicht- oder neudeutsch “Digital”-Gläser nicht mehr herum). Wie das mit meiner Sehhilfe und Google Glass, Oculus Rift oder Microsoft Hololens zusammengehen soll, hat mir bislang noch niemand schlüssig erklären können. Und der einzige Brillenträger weit und breit bin ich ja auch nicht gerade.

Finger weg vom Telekom-Router Speedport W 724V

Kommentare 2
Kritik / Persönlich / Unterbau
Speedport W 724V, Rückseite

Foto: Deutsche Telekom

Ich habe in dieser Woche die Götter von Moabit erzürnt. Hatte ich doch meine Fritz!Box 7490 vom Netz genommen, ich Dummerchen, und stattdessen einen WLAN-Router von der Telekom angeschlossen, genauer gesagt den Speedport W 724V, Typ C. Das hatte ich aus zwei Gründen getan: Der W 724V unterstützt als bislang einziges Gerät die “WLAN-To-Go”-Kooperation mit Fon, außerdem hatte es mir das Schnurlostelefon “Speedphone 10″ vom Design und Preis her angetan.

Jetzt, da ich dies in mein Blog tippe, hängt schon wieder die Fritz!Box am DSL. Der Speedport ist an sich ein schönes Gerät, jedoch ist seine Reichweite und Performance im WLAN eine absolute Katastrophe. Schon in wenigen Metern Entfernung vom Gerät verschwinden Balken in meinen Feldstärkeanzeigen; alles was ich im Web mache, dauert mit dem W 724V gefühlt zwei- bis drei Mal so lange wie an der Fritz!Box. Es gibt dazu auch einen schönen, derzeit 19-seitigen Thread in der Support-Community der Telekom, aber dergleichen liest man ja oft erst, wenn das Kind schon im sprichwörtlichen Brunnen liegt. Immerhin reichte die bloße Erwähnung dieser Diskussion vorhin an der 08003301000 dafür, dass der Agent aus dem dialektischen Osten mir ohne weitere Ausführungen sofort eine Kündigung aus wichtigem Grund zubilligte und die Zusendung eines Retourenscheins für den W 724V bereits veranlasst hat.

Community-Posting von Stefan K, Telekom_hilft

Der Hammer ist aber wirklich, dass die Telekom den Speedport W 724V weiterhin massenhaft an ihre Kunden vermietet und verkauft, obwohl sie längst weiß, dass das Gerät in puncto WLAN-Performance absoluter Schrott ist. Für Kunden mit IP-Anschluss ist das Gerät gerade seitens der Telekom sogar die einzige Wahl — besonders pikant angesichts der aktuellen Zwangsumstellungen –, weil der W 921V seit Spätsommer 2014 nicht mehr vertrieben wird. Ein 900er-Nachfolger ist derzeit nicht in Sicht; die Zulieferer (zu denen der Fritz!Box-Bauer AVM ja leider momentan nicht mehr gehört) haben ihre Entwicklungskapazitäten zuletzt wohl ausschließlich auf den kommenden Hybrid-Router konzentriert, der Bandbreiten aus Festnetz und Mobilfunk bündelt.

Noch ein paar Worte zum oben bereits erwähnten Speedphone 10: Das Gerät kann ich leider nicht einfach so auch an der Fritz!Box betreiben. Schuld ist der unterschiedliche Umgang von Telekom und AVM mit der DECT-Weiterentwicklung CAT-iq. Die Telekom setzt bei ihren Geräten aktuell auf die CAT-iq-Spezifikation 2.x (um sich möglichst unabhängig von Telefonherstellern zu machen vermutlich). AVM hingegen nutzt für Fritz!Box und Fritz!Fon Technik aus CAT-iq 1.0 vermischt mit eigenen, proprietären Erweiterungen und will seine Geräte nicht zertifizieren lassen.

Also steht jetzt neben der 7490 “notgedrungen” wieder ein Fritz!Fon C4. Das ich hässlich finde, weil es billig wirkt und eine Benutzeroberfläche hat, die genauso altbacken scheußlich daherkommt wie das Web-Interface der Fritz!Box selbst. Die Hersteller zwingen uns Kunden lästigerweise durch die normative Kraft des Faktischen zu einer Geräte-Monokultur innerhalb ihrer Markenwelt. Das nervt gewaltig.