Ich bin umgezogen

Ich habe ges­tern (schon zum zwei­ten Mal) mein Facebook-Konto deak­ti­viert. Weil mir Google+ bes­ser gefällt und dort eh schon prak­tisch alle Men­schen zugange sind, mit denen ich im Social Web zu tun habe.

Die­ser Schritt bedeu­tet jetzt frei­lich nicht, dass ich auf einen Schlag unter die Facebook-Hasser gegan­gen wäre. Ich habe nur ein­fach weder Zeit noch Lust, alles dop­pelt und drei­fach zu machen. Auch weiß ich nicht, ob ein digi­ta­les Leben ohne Facebook-Konto wirk­lich prak­ti­ka­bel ist (Stich­wort Face­book Con­nect). Sprich: Es kann ohne Wei­te­res sein, dass ich in ein paar Wochen reu­mü­tig oder ein­fach beruf­lich not­ge­drun­gen zu Face­book zurück­kehre.

Im Augen­blick ist es auch ein­fach noch viel zu früh, um ein end­gül­ti­ges Urteil über Google+ abzu­ge­ben. Der Ser­vice steckt erst in den Kin­der­schu­hen, funk­tio­niert (noch) nicht für Google-Apps-Konten und ist noch prak­tisch frei von Spam jed­we­der Cou­leur.

Wenn sich Google+ aber wei­ter so erfreu­lich ent­wi­ckelt wie bis­her, dann wird es mein Social Net­work der Wahl. Ob Face­book dabei „hin­ten run­ter­fällt“ – war­ten wir’s ab…

Mein Google+-Profil fin­det Ihr übri­gens unter https://plus.google.com/105241083882284591625. Ich hoffe, es gibt dem­nächst auch noch Vanity-URLs. 

Autor: Thomas Cloer

Thomas Cloer ist Journalist in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

9 Gedanken zu „Ich bin umgezogen“

  1. Habe auch über­legt, aus Face­book nach z.B. Google+ zu wech­seln, aber eigent­lich habe ich noch so viel in Face­book… Bis ich als kom­plette umziehe, wird es wohl noch dau­ern.

    1. Aus Face­book kann man ja mitt­ler­weile die kom­plette eige­nen Inhalte expor­tie­ren. Und nur für die Kon­takte gibt es ein Plug-in für Google Chrome, das die FB-Kontakte nach Google Con­tacts bzw. in eine CSV-Datei über­trägt. Was die Kon­takte davon hal­ten, ist natür­lich eine andere Frage… 

  2. Respekt! Glück­wunsch… ich bleibe erst­mal beim Spa­gat. Wie sagte A.G. aus M. zu mir: „Google+ ist sehr gut für die ner­di­ge­ren Leute. Face­book eher für die all­tags­taug­li­chen Leute“. Oder so ähn­lich…

    Da gibts halt nur einen Haken – es gibt keine nur Nerd oder nur nicht-Nerd Cir­cles.… das wird die große Schwie­rig­keit in der Welt unse­rer nicht mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Social Net­work Silos sein. 

  3. P.S. wollte Dei­nen Bei­trag noch kom­men­tie­ren. Aber es ist schon soweit: „The page you requested was not found.“ 

  4. Hi
    ich sehe das etwas dif­fe­ren­zier­ter.
    Ist der Google+ Feld­ver­such nur ein Knüp­pel zwi­schen die Beine der Kon­kur­renz oder ein ernst­haf­ter Ver­such von Google, den sich gerade selbst mono­po­li­sie­ren­den Markt der Social Net­works mit Inno­va­tio­nen und Wett­be­werb zu berei­chern?
    Was gibt´s wirk­lich Neues, außer ele­gan­ten Fea­tures und etwai­gen Absichts­er­klä­run­gen?
    Noch viel wich­ti­ger, wofür mach der Ein­satz Sinn und was kann ich mit G+ lösen, was an ande­rer Stelle nicht ginge? 

    Bei der Dop­pel­ar­beit bin ich völ­lig dabei! Und da ich diese genau so wenig schätze wie Umzüge, teste ich aktu­ell, erfreue mich an der wirk­lich ele­gan­ten „Circle-Nummer“ und schau mal, was dabei raus­kommt.

    Ich habe heute mor­gen schon dazu geb­loggt mit ein paar ganz inter­es­san­ten Links http://blog.ffpr.de/2011/07/03/google-ich-begruse

    Gruß Ste­phan Fink 

  5. Wenn die Freunde wech­seln, wech­selt man halt mit. Ich habe mich auch aus Face­book ver­ab­schie­det aber den Schritt mich mit Google an zu freun­den habe ich noch nicht gewagt. Die Daten­fres­ser sind mit doch sehr suspekt seit Goo­gle­Maps.

    1. Du meinst seit Street View? Ich habe kein Pro­blem mit Foto­gra­fien im öffent­li­chen Raum. Die Daten­sam­me­lei von Google muss man natür­lich kri­tisch beob­ach­ten. Aller­dings kann man bei Google schon sehr fein ein­stel­len, was man von sich preis­gibt und was nicht. Das geht auch bei Google+ ein­fa­cher und trans­pa­ren­ter als bei FB, finde ich. 

      Auf der ande­ren Seite ver­stehe ich auch jeden, der sich aus Datenschutz- oder sons­ti­gen Grün­den lie­ber aus dem Social Web raus­hält. Ich glaube aber auch, dass sich die Ent­wick­lung in Rich­tung Post-Privacy nicht mehr umkeh­ren wird und lässt… 

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