Mailbird macht mich zufrieden

Ich hat­te die Hoff­nung eigent­lich schon auf­ge­ge­ben, etwas zu fin­den, wor­über Mac-Nut­zer wohl nur müde lächeln kön­nen: Ein moder­nes und schö­nes E-Mail-Pro­gramm für Win­dows, das mehr kann als die Betriebs­sys­tem­bei­ga­be Win­dows Mail, gleich­zei­tig aber nicht so funk­ti­ons­über­la­den daher­kommt wie Out­look. Ver­steht mich nicht falsch – Out­look ist groß­ar­tig als Cli­ent gegen Exchan­ge, aber für eine Hand­voll pri­va­te Mail­kon­ten, größ­ten­teils nicht von Micro­soft, nicht mei­ne Wea­pon of Choice.

„Mail­bird macht mich zufrie­den“ wei­ter­le­sen

Shades of Grey

Mein Smart­pho­ne-Dis­play zeigt der­zeit nur noch Grau­stu­fen und kei­ne Far­ben mehr. Ich habe am Wochen­en­de einen Arti­kel in der „New York Times“ gele­sen und möch­te im Selbst­ver­such her­aus­fin­den, ob ein farb­lo­ser Bild­schirm das Tele­fon weni­ger stark nach Auf­merk­sam­keit hei­schen lässt und somit weni­ger Sucht­ge­fahr in sich birgt.

Mein Hin­ter­grund­bild war übri­gens vor­her schon in Grau­stu­fen. Ach ja: Auf Andro­id-Smart­pho­nes gibt es offen­bar kei­ne stan­dar­di­sier­te Mög­lich­keit, den Bild­schirm auf Grau­stu­fen umzu­stel­len. Bei mei­nem Hua­wei P10 ging das so: In den Ein­stel­lun­gen bei „Über das Tele­fon“ mehr­mals schnell hin­ter­ein­an­der auf die Build-Num­mer tip­pen und damit den Ent­wick­ler­mo­dus akti­vie­ren. Dann in den neu­en Ent­wick­ler­op­tio­nen bis zu „Farb­raum simu­lie­ren“ run­ter­scrol­len und dort „Far­ben­blind­heit“ aus­wäh­len.

P.S: Das obi­ge Bild­schirm­fo­to ist trotz­dem ein Pho­to­shop-Mock­up. Das Sys­tem legt näm­lich wei­ter­hin far­bi­ge Screen­shots ab, ledig­lich die Dis­play-Aus­ga­be wird auf Grau­stu­fen umge­stellt. 

Man wird ja wohl noch träumen dürfen

Seit ich vor ein paar Jah­ren nach einer gan­zen Rei­he von Macs wie­der ins Win­dows-Lager gewech­selt bin, träu­me ich von iA Wri­ter für Win­dows. And I’m not the only one. Jetzt nimmt die Sache hof­fent­lich tat­säch­lich Gestalt an.

Mock­up: iA

Die Kick­star­ter-Kam­pa­gne für iA Wri­ter for Win­dows läuft seit heu­te. Und braucht noch ein paar mehr Unter­stüt­zer als mich. Ab 19 CHF (umge­rech­net rund 16 EUR) könnt Ihr dabei sein. Ich habe 49 CHF ange­setzt und bin damit Pre­mi­um Sup­por­ter.

Mit­ma­chen bit­te! Oder wenigs­tens wei­ter­sa­gen. Dan­ke!

Diesmal geht „Intel inside“ nach hinten los

Think of the ker­nel as God sit­ting on a cloud, loo­king down on Earth. It’s the­re, and no nor­mal being can see it, yet they can pray to it.

Und des­we­gen wer­den unse­re Intel-Rech­ner dem­nächst alle lang­sa­mer.

Update vom 4. Janu­ar: Es ist noch schlim­mer als gedacht.

Update vom 8. Janu­ar: Hin­ter­grün­di­ges zu Melt­down und Spect­re.

Update vom 10. Janu­ar: Micro­soft nennt Details zu den erwar­te­ten Per­for­mance-Ein­bu­ßen.

300 km/h sind gar nicht so schnell

Ich bin über Weih­nach­ten zum ers­ten Mal mit dem neu­en Sprin­ter-ICE von Mün­chen nach Ber­lin und zurück gefah­ren. Bei­de Male hat­te der Zug am Ziel eine „Ver­spä­tung“ von einer Minu­te und damit die Stre­cke jeweils in 3 Stun­den und 59 Minu­ten hin­ter sich gebracht. Nach zuvor mehr als sechs Stun­den ein Unter­schied wie Tag und Nacht.

Ein paar sub­jek­ti­ve Ein­drü­cke:

  • Die neu­en Sit­ze wir­ken anfäng­lich nicht son­der­lich bequem, bei­spiels­wei­se lässt sich die Nei­gung der Rücken­leh­ne nicht ver­stel­len und es gibt auch kei­ne Fuß­stüt­zen. Trotz­dem kann man län­ge­re Stre­cken dar­in rela­tiv ermü­dungs­frei absit­zen.
  • Mit wei­ter­hin nur einer Steck­do­se pro Sitz­paar ist die Bahn nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Von USB-Lade­do­sen oder gar Qi will ich gar nicht erst anfan­gen …
  • Sitz­platz­num­mern und -reser­vie­run­gen wer­den nun (gut les­bar) in der Kopf­stüt­ze der gang­sei­ti­gen Sit­ze ange­zeigt. Wer das noch nicht weiß, sucht die­se Infor­ma­tio­nen gewohn­heits­mä­ßig oben bei den Gepäck­ab­la­gen und damit ver­ge­bens.
  • Die Frei/­Be­setzt-Anzei­ge an den Toi­let­ten ist nun deut­lich grö­ßer und damit viel bes­ser ables­bar.
  • Die 300 Stun­den­ki­lo­me­ter Höchst­ge­schwin­dig­keit fährt der Sprin­ter nur auf einem rela­tiv klei­nen Teil der Stre­cke, näm­lich irgend­wo ab Bam­berg bis Erfurt sowie zwi­schen Erfurt und Hal­le. Von Mün­chen nach Nürn­berg sowie von Hal­le nach Ber­lin gibt es kei­nen Unter­schied zum nor­ma­len ICE. Oder anders gesagt: Durch­aus noch Beschleu­ni­gungs­po­ten­zi­al, theo­re­tisch ;-)
  • Die 300 Stun­den­ki­lo­me­ter habe ich nicht etwa als beson­ders, geschwei­ge denn gefähr­lich oder bedroh­lich schnell emp­fun­den. Viel­mehr kam mir die rest­li­che Fahrt – Orts­durch­fahr­ten mit 60 km/h und der­glei­chen – beson­ders lang­sam vor.
  • Für mich ist der Sprin­ter zeit­lich jetzt eine ech­te Alter­na­ti­ve zum Flie­gen. Bil­lig ist der Spaß aller­dings nicht – 225 Euro für die Hin- und Rück­fahr­kar­te mit Bahn­card-25-Rabatt plus 9 EUR für die Reser­vie­run­gen. Immer­hin: Der Sprin­ter ist nicht teu­rer als ande­re ICEs zwi­schen Mün­chen und Ber­lin (der Preis für die­se Stre­cke wur­de zuletzt aller­dings ins­ge­samt spür­bar erhöht).


Warten auf den Patch

In PCs und Ser­vern mit neue­ren Pro­zes­so­ren von Intel gibt es eine gra­vie­ren­de Sicher­heits­lü­cke in Fern­war­tungs-Tech­no­lo­gie, die je nach Sys­tem Manage­ment Engi­ne (ME), Ser­ver Plat­form Ser­vices (SPS) oder Trusted Exe­cu­ti­on Engi­ne (TXE) heißt. Poten­zi­ell sind Mil­lio­nen von Rech­nern betrof­fen.

Intel hat ein Tool ver­öf­fent­licht, mit dem man prü­fen kann, ob der eige­ne Rech­ner die Sicher­heits­lü­cke auf­weist. Mein Sur­face Pro 4 mit Sky­la­ke-Core-i5 ist mit­ge­fan­gen, mit­ge­han­gen. Nun heißt es war­ten, bis Micro­soft eine kor­ri­gier­te Firm­ware ver­öf­fent­licht.

Offi­zi­el­le Sup­port-Infor­ma­tio­nen zu der Sicher­heits­lü­cke gibt es bis dato neben Intel selbst nur von Dell und Leno­vo. Ich bin gespannt, wie schnell Micro­soft reagiert (in den USA ist ja gera­de Fei­er­tags­wo­che mit Thanks­gi­ving mor­gen und vie­le Men­schen haben Urlaub).

Automatische Verlängerung? Nein, danke

Ich habe eben mein Office 365 Home für ein wei­te­res Jahr ver­län­gert. Weil ich das Pro­dukt immer noch kon­kur­renz­los gut fin­de und in der Home-Ver­si­on mit bis zu fünf Per­so­nen auf bis zu fünf Rech­nern plus fünf Tablets nut­zen kann.

Micro­soft hät­te nun gern, dass ich ein rich­ti­ger (plan­ba­rer) Abon­nent wer­de und eine auto­ma­ti­sche Ver­län­ge­rung anha­ke. Da wür­de ich sogar (ein­ma­lig) einen Monat Nut­zung kos­ten­los dafür erhal­ten:

Aber war­um soll­te ich das tun, wenn ich bei Ama­zon ein Jahr Office 365 Home für 59,99 EUR bekom­me statt für 99 EUR, solan­ge ich bereit bin, mir den Pro­duct Key per Post statt per E-Mail zuschi­cken zu las­sen? Das biss­chen Auf­wand und ein paar Maus­klicks neh­me ich für 39,01 EUR Erspar­nis gern in Kauf.

P.S: Das hier ist mein ers­ter Post, den ich mit dem neu­en Guten­berg-Edi­tor getippt habe.