Automatische Verlängerung? Nein, danke

Ich habe eben mein Office 365 Home für ein wei­te­res Jahr ver­län­gert. Weil ich das Pro­dukt immer noch kon­kur­renz­los gut fin­de und in der Home-Ver­si­on mit bis zu fünf Per­so­nen auf bis zu fünf Rech­nern plus fünf Tablets nut­zen kann.

Micro­soft hät­te nun gern, dass ich ein rich­ti­ger (plan­ba­rer) Abon­nent wer­de und eine auto­ma­ti­sche Ver­län­ge­rung anha­ke. Da wür­de ich sogar (ein­ma­lig) einen Monat Nut­zung kos­ten­los dafür erhal­ten:

Aber war­um soll­te ich das tun, wenn ich bei Ama­zon ein Jahr Office 365 Home für 59,99 EUR bekom­me statt für 99 EUR, solan­ge ich bereit bin, mir den Pro­duct Key per Post statt per E-Mail zuschi­cken zu las­sen? Das biss­chen Auf­wand und ein paar Maus­klicks neh­me ich für 39,01 EUR Erspar­nis gern in Kauf.

P.S: Das hier ist mein ers­ter Post, den ich mit dem neu­en Guten­berg-Edi­tor getippt habe.

Das iPhone X ist mir zu teuer

Ein paar lose Gedan­ken zu ges­tern Abend:

  • Das iPho­ne X ist mir zu teu­er, seit ich nicht mehr zu den Pri­vi­le­gier­ten gehö­re. Ein tol­les Gerät mit zwei­fel­los enor­mem Haben-will-Fak­tor, aber ein­fach viel zu teu­er. Gleich­zei­tig ent­wer­tet es noch das par­al­lel vor­ge­stell­te iPho­ne 8.
  • Face ID: Tol­le Tech­no­lo­gie, aber für mich null Mehr­wert gegen­über einem Fin­ger­ab­druck­le­ser.
  • Ani­mo­ji: Pro­prie­tä­re Spie­le­rei, wei­ter nichts.
  • Wire­less Char­ging: Über­fäl­lig. Nützt vor allem der Ver­brei­tung des Qi-Stan­dards. iPho­ne-Besit­zer hät­ten von einer Schnell­la­de­funk­ti­on* à la Qual­comm Quick Char­ge nach mei­ner Ein­schät­zung aller­dings sehr viel mehr gehabt.
  • Aug­men­ted Rea­li­ty: ARKit hat gewiss unglaub­li­ches Poten­zi­al. Aber nach all den Jah­ren, für die schon der end­gül­ti­ge Durch­bruch für AR vor­her­ge­sagt wur­de, sehe ich noch immer weit und breit kei­ne „Kil­ler-Anwen­dung”. Ich hab auch eh kei­ne Lust, die Welt durch ein Head­set oder einen Smart­pho­ne-Bild­schirm zu betrach­ten.

iPhone X seitlich flach
Foto: Apple
  • Apple Watch Series 3: Inter­es­siert mich genau­so wenig wie die Apple Wat­ches davor. Ich bin kein Fit­ness-Fex, ich will nicht jedes Mal mein Hand­ge­lenk kip­pen, um die Uhr­zeit zu sehen, und will mei­ne Uhr nicht jeden Abend auf­la­den müs­sen. Außer­dem bin ich bei Spo­ti­fy und nicht bei Apple Music. Von ästhe­ti­schen und phi­lo­so­phi­schen Aspek­ten von Zeit und Zeit­mes­sern oder von Jahr­hun­der­te alter Hand­werks­tra­di­ti­on will ich gar nicht erst anfan­gen …
  • Apple TV 4K: Brau­che ich erst­mal nicht. Mein Fern­se­her hat Full HD und das reicht mir noch (bei 43 Zoll). HDR mag ich auch nicht. Da sind für mein Emp­fin­den ein­fach die Far­ben über­mä­ßig gesät­tigt, genau­so wie bei den Tri­ni­tron-Röh­ren in den Sony-Fern­se­hern mei­ner Jugend.
  • Apple Retail: Ein Hauch von Grö­ßen­wahn. Ich möch­te nicht, dass ein Apple-Laden ein Stadt­bild bestimmt oder die loka­le Kul­tur­sze­ne prägt.
  • Ste­ve Jobs: Ja, den ver­mis­se ich auch.

*Hier muss ich mich mitt­ler­wei­le nach­jus­tie­ren: Das iPho­ne 8, 8 Plus und X haben eine Schnell­la­de­funk­ti­on! Aller­dings muss man noch wei­te­re min­des­tens 59 Euro für ein Lade­ge­rät aus­ge­ben, das die­se unter­stützt. Das mit­ge­lie­fer­te ist zu schwach.

Handverlesen: Das sind meine WordPress-Plugins

Dass eine Web­sei­te mit Wor­d­Press arbei­tet, kann man spä­tes­tens mit einem Blick in den Quell­code rela­tiv leicht fest­stel­len. Doch wel­che Plug­ins lau­fen, erschließt sich nicht ohne Wei­te­res. Genau das wäre für WP-n00bs aber oft inter­es­sant zu erfah­ren.

Nach­dem ich nun seit mitt­ler­wei­le über 13 Jah­ren mein eige­nes Wor­d­Press hos­te, ist es wie­der ein­mal an der Zeit, einen Blick unter die Hau­be zu gewäh­ren. Ganz gutes Timing, nach­dem ich unlängst ein paar nicht mehr benö­tig­te Plug­ins raus­ge­wor­fen bezie­hungs­wei­se ersetzt und ver­sucht habe, mich auf das Plug­in-Nötigs­te zu beschrän­ken.

Installierte Plugins, Screenshot

Hier kommt sie also, die aktu­el­le Lis­te mei­ner Wor­d­Press-Plug­ins. Ich hof­fe, dass auch älte­re WP-Hasen (w/m) viel­leicht noch das ein oder ande­re ent­de­cken, was sie selbst ein­mal aus­pro­bie­ren möch­ten. Die „Dis­co­vera­bi­li­ty” im Plug­in-Ver­zeich­nis von Wor​d​Press​.org hält sich ja doch eher in Gren­zen.

  1. Anti-Spam by Clean­Talk: Nach mei­ner Erfah­rung noch­mal um Län­gen bes­ser als Akis­met oder Antis­pam Bee. Ich zah­le für das Abon­ne­ment. Klei­nes Geld.
  2. Daten­bank berei­ni­gen und opti­mie­ren von Rolf van Gel­der: Ab und an braucht die Wor­d­Press-Daten­bank die­sen Putz­teu­fel, der unter ande­rem obso­le­te Revi­sio­nen löscht.
  3. Goog­le Ana­ly­tics Dash­board für WP von Alin Mar­cu: Baut den Tracking-Code von GA in alle Unter­sei­ten ein und zeigt Reports via Dash­board-Wid­get an.
  4. Insta­gram Feed von Smash Bal­loon: Die bei wei­tem gelun­gens­te Inte­gra­ti­on eige­ner Insta­gram-Fotos in Wor­d­Press, die mir unter­ge­kom­men ist – und ich habe vie­le aus­pro­biert.
  5. Jet­pack von Wor​d​Press​.com von Auto­mat­tic: Ein Sam­mel-Plug­in, das etli­che Funk­tio­nen vom kom­mer­zi­el­len Hos­ter Wor​d​Press​.com für selbst betrie­be­ne Instal­la­tio­nen bereit­stellt. Ich nut­ze eine gan­ze Men­ge* davon.
  6. Shariff Wrap­per von 3UU und JP: Schö­ne Sharing-But­tons, zudem kon­form zum deut­schen Daten­schutz­recht. Basiert auf dem Shariff-Pro­jekt der „c’t”.
  7. Simp­le Year­ly Archi­ve: Nuff said. Von Oli­ver Schlöbe.
  8. Wor­d­Press Daten­bank Back­up von Aus­tin Matz­ko: Zur Sicher­heit. Und damit ich das nicht immer hän­disch machen muss.
  9. WP Fas­test Cache von Emre Vona: Mit Caching-Plug­ins habe ich viel her­um­pro­biert und bin schließ­lich bei WPFC gelan­det. Kein auf­ge­bläh­tes Code­mons­ter wie W3TC, trotz­dem raf­fi­nier­ter als WP Super Cache und der­glei­chen.
  10. WP Fas­test Cache Pre­mi­um: Weni­ger der Fea­tures wegen als um den Ent­wick­ler zu sup­por­ten.
  11. wp-Typo­gra­phy von Peter Put­zer: Macht den digi­ta­len Satz schö­ner und die Tex­te leser­li­cher.
  12. Yoast SEO von Team Yoast: Rund­um­schlag in Sachen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Nach­ge­ra­de all­um­fas­send, ent­spre­chend erklä­rungs­be­dürf­tig. Funk­tio­niert aber schon „out of the box” wun­der­bar. Neh­me ich inzwi­schen auch für mei­ne XML-Sitemap(s).

*Bei Jet­pack habe ich Pro­tect, Plug­in-Uda­tes, Image Per­for­mance, Media­thek, Publi­ci­ze con­nec­tions, Kom­men­ta­re (dafür hat­te ich vor­her Inten­se Deba­te) mit Abon­ne­ments und Popup-Visi­ten­kar­ten über den Gra­va­ta­ren, Kon­takt­for­mu­lar (dafür hat­te ich zuvor WP Con­tact Form 7), Site Stats sowie Bru­te force attack pro­tec­tion ein­ge­schal­tet.

Wie mich Ama​zon​.de zur Verzweiflung gebracht hat

Erklär­tes Ziel von Ama­zon ist es, „das kun­den­freund­lichs­te Unter­neh­men der Welt zu sein”. Mit der Umset­zung hapert es aber hier und da noch.

Jack DeJoh­net­te, Lar­ry Gre­na­dier, John Mede­ski und John Sco­field sind Hud­son. Falls Euch die Namen nichts sagen: Alles Jaz­zer aller­ers­ter Güte, die sich gera­de zu einer neu­en „Super­group” zusam­men­ge­fun­den haben. Nach­dem ich noch dazu eini­ge mehr oder weni­ger über­schwäng­li­che Kri­ti­ken zu dem Album gele­sen hat­te, woll­te ich unbe­dingt mei­ne Samm­lung um die CD erwei­tern. Zu mei­ner mit­tel­gro­ßen Ver­wun­de­rung war Hud­son am Sams­tag nach dem Erschei­nungs­tag 9. Juni 2017 aber bei mei­nen übli­chen Anlauf­stel­len in Mün­chen (Beck, Saturn Neu­hau­ser Stra­ße, Mül­ler im Tal) nir­gends zu sehen und sogar nicht ein­mal im Com­pu­ter gelis­tet oder vor­an­ge­kün­digt.

Hudson, Bestelldetails in meinem Amazon-Konto
„Wie mich Ama​zon​.de zur Ver­zweif­lung gebracht hat“ wei­ter­le­sen

Die Grenzen des E-Commerce

Ich woll­te einen Fahr­rad­helm kau­fen. Stif­tung Waren­test hat­te erst im April einen Test dazu, und auf Platz 2 lan­de­te dar­in der Cra­to­ni Pacer. Für den hat­te ich mich ent­schie­den, auch weil er um eini­ges güns­ti­ger war als der Test­sie­ger. Aller­dings brauch­te ich die größ­te Aus­füh­rung L-XL (58 bis 62 Zen­ti­me­ter). Ver­sucht mal, die online zu fin­den. Schlech­ter­dings unmög­lich – Ama­zon hat einen Markt­platz-Händ­ler aus Ita­li­en mit zu weni­gen Bewer­tun­gen, das war’s. Ansons­ten über­all nicht lie­fer­bar, Ter­min nicht abseh­bar. Die Rache des „Test”-Siegs ver­mut­lich.

Cratoni Pacer in Plastiktüte

Ich habe also heu­te ein­fach mal ange­fan­gen, die auf der Cra­to­ni-Web­sei­te gelis­te­ten Händ­ler in mei­ner Nähe durch­zu­te­le­fo­nie­ren. Mit Aus­nah­me von Scheck und Schus­ter, weil da war ich vor­her schon (ver­geb­lich) gucken gewe­sen. Der ers­te an der Strip­pe hat­te nur Kin­der­grö­ßen da. Aber schon beim zwei­ten – der Radl-Welt in Feld­moching, um mal Ross und Rei­ter zu nen­nen – sag­te mir der freund­li­che Herr am Tele­fon, dass er laut Com­pu­ter einen Pacer in Schwarz da haben müss­te. Er wol­le das aber lie­ber noch prü­fen, bevor ich zu ihm raus­fah­re, und wür­de sich gleich tele­fo­nisch zurück­mel­den. Tat er nach 20 Minu­ten dann mit der Erfolgs­mel­dung, dass der Com­pu­ter recht hat­te.

Ich habe mir den Helm gleich zurück­le­gen las­sen und bin spä­ter schnell mit der U-Bahn raus­ge­fah­ren. Nach einem klei­nen Spa­zier­gang durch die Mit­tags­son­ne war ich im Laden, wo der Helm bereits an der Kas­se für mich bereit­lag. Exakt zum Lis­ten­preis. Der Besit­zer war aus­ge­spro­chen freund­lich. Und wenn es dem­nächst mal wie­der ums Fahr­rad geht, weiß ich, wo ich hin­ge­hen wer­de.

tl;dr Buy local.