Wie mich Ama​zon​.de zur Verzweiflung gebracht hat

Erklär­tes Ziel von Ama­zon ist es, „das kun­den­freund­lichs­te Unter­neh­men der Welt zu sein”. Mit der Umset­zung hapert es aber hier und da noch.

Jack DeJoh­net­te, Lar­ry Gre­na­dier, John Mede­ski und John Sco­field sind Hud­son. Falls Euch die Namen nichts sagen: Alles Jaz­zer aller­ers­ter Güte, die sich gera­de zu einer neu­en „Super­group” zusam­men­ge­fun­den haben. Nach­dem ich noch dazu eini­ge mehr oder weni­ger über­schwäng­li­che Kri­ti­ken zu dem Album gele­sen hat­te, woll­te ich unbe­dingt mei­ne Samm­lung um die CD erwei­tern. Zu mei­ner mit­tel­gro­ßen Ver­wun­de­rung war Hud­son am Sams­tag nach dem Erschei­nungs­tag 9. Juni 2017 aber bei mei­nen übli­chen Anlauf­stel­len in Mün­chen (Beck, Saturn Neu­hau­ser Stra­ße, Mül­ler im Tal) nir­gends zu sehen und sogar nicht ein­mal im Com­pu­ter gelis­tet oder vor­an­ge­kün­digt.

Hudson, Bestelldetails in meinem Amazon-Konto
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Slacklash

It’d be a good thing for Slack if it had such a pivot up its slee­ve, becau­se for an effi­ci­en­cy enhan­ce­ment tool, it is pret­ty aim­less. The company’s slo­gan is “Be less busy,” but “Appe­ar more busy” or “Simu­la­te busy­n­ess” might be clo­ser to the mark. As John Herr­man put it, the app encou­ra­ges “a novel form of work-like non-work,” in which peop­le can enact “a full per­for­mance of work … without the accom­plish­ment of any­thing exter­nal.” It is a time-suck­ing, logic-squa­shing feed­back loop. Con­ti­nue.

Mastodon ist Zeitverschwendung

Freun­de, ich bin jetzt lan­ge genug mit Soci­al unter­wegs, um von Mastodon* gleich die Fin­ger zu las­sen. Nix gegen die Idee, die ist gut. Spielt Ihr ruhig damit her­um, wenn Ihr zu viel Zeit habt. Mei­ne ist mir dafür zu kost­bar. Auch weil ich davon schon so viel in Twit­ter inves­tiert habe. Und ver­geu­det mit Path, Goog­le Wave und Goog­le+, App Dot Net, Dia­spo­ra oder Ello. Um nur eini­ge zu nen­nen.

*Apro­pos nen­nen: Wenn ich ein neu­es Netz­werk star­ten woll­te, wür­de ich es ganz bestimmt nicht nen­nen wie ein Tier, das längst aus­ge­stor­ben ist. Nur mal so.

Die Surface-Tastatur, Form und Funktion

Ich habe mir neu­lich ja die Sur­face-Tas­ta­tur und -Maus von Micro­soft gegönnt, weil bei­de Ein­ga­be­ge­rä­te so schön sind und optisch so wun­der­bar zu mei­nem Sur­face Pro 4 pas­sen. Nach­dem ich nun eine Zeit lang auf der Tas­ta­tur geschrie­ben habe, stört mich eine „Pro­blem­zo­ne” im Lay­out der Tas­ten immer mehr. Kon­kret geht es um die „Backspace”-Taste für das Rück­wärts­lö­schen und deren unmit­tel­ba­re Nach­bar­schaft. Die Back­space-Tas­te ist ers­tens ver­hält­nis­mä­ßig schmal (glei­ches gilt für die „Return”-Taste dar­un­ter). Und zwei­tens liegt direkt und ohne einen grö­ße­ren Abstand rechts dane­ben die „Einfg”-Taste, wie man auf dem Foto hof­fent­lich erken­nen kann:

Microsoft Surface Tastatur, Detail

Die­se Einfg-Tas­te erwi­sche ich als „unge­lern­ter” Zehn­fin­ger-Schrei­ber im All­tag viel zu häu­fig und über­schrei­be mir dann zum Bei­spiel in einem geplan­ten Tweet den URL, der schon rechts von der Ein­fü­ge­mar­ke steht. Zweit­häu­figs­ter Ver­tip­per auf der Sur­face-Tas­ta­tur ist bei mir dann „Druck” statt Back­space, was mir unge­wollt SnagIt auf den Bild­schirm zau­bert.

Das mag wie gesagt alles an mei­nem unpro­fes­sio­nel­lem Tipp­sys­tem lie­gen. Den­noch habe ich den Ver­dacht, dass die Anord­nung der Tas­ten in dem erwähn­ten Bereich eher miss­lun­gen ist und hier lei­der die Form zu wenig der Funk­ti­on folgt. Dass es sehr wohl auch anders geht, zeigt die Tas­ta­tur von mei­nem Desi­gner Blue­tooth Desk­top (auch von Micro­soft Hard­ware) im Büro, mit der ich beim Schrei­ben deut­lich bes­ser klar­kom­me.

tl;dr Bevor Ihr 110 EUR für die Sur­face-Tas­ta­tur aus­gebt, soll­tet Ihr erst­mal aus­pro­bie­ren, ob Euch deren Lay­out taugt. 

Vorsicht mit Android Nougat für das Xperia Z5

Ich hat­te mich ja neu­lich sehr gefreut, dass Sony das Andro­id auf mei­nem Xpe­ria Z5 Pre­mi­um auf Ver­si­on 7.0 aktua­li­siert hat. Mitt­ler­wei­le ist die Freu­de in Ver­är­ge­rung bis Wut umge­schla­gen, denn zumin­dest der Build 32.3.A.0.376 ist eine Kata­stro­phe. Der ärger­lichs­te Feh­ler ist spo­ra­disch auf­tre­ten­des rasches Ent­la­den des Akkus, wobei das Gerät stets spür­bar heiß wird. Außer­dem ist das Sys­tem an vie­len Stel­len nun viel zu lei­se. Zu allem Über­fluss mag sich das Tele­fon oft auch nicht mehr auto­ma­tisch mit bekann­ten WLAN-Net­zen ver­bin­den. Hier hilft dann nur Flug­mo­dus an und aus. Laut Sup­port-Forum gibt es wohl bereits einen neue­ren Nou­gat-Build mit der Num­mer .378, der bei mir bis­lang aber weder OTA noch über den Xpe­ria Com­pa­n­ion auf­ge­taucht ist. Ich hof­fe jeden­falls, dass Sony schnell eine kor­ri­gier­te Nou­gat-Ver­si­on nach­legt – die jet­zi­ge ist ein ziem­lich ärger­li­ches Trau­er­spiel.

Android könnte so viel sicherer sein

Ich habe seit eini­ger Zeit ein Andro­id-Smart­pho­ne von Sony, das Xpe­ria Z5 Pre­mi­um. Tol­le Hard­ware mit gro­ßem Dis­play und Akku, eine Ober­flä­che sehr nahe an Stock Andro­id und im Ver­gleich mit ande­ren Her­stel­lern rela­tiv wenig Bloat­wa­re.

Sony hat auch rela­tiv schnell nach Erschei­nen des Geräts im Früh­jahr 2016 ein Update auf Andro­id 6.0 Mar­sh­mal­low ver­öf­fent­licht. Seit­her gab es noch ver­schie­de­ne klei­ne­re Sys­tem-Updates, das Andro­id ist dadurch bei Ver­si­on 6.0.1 ange­langt.

April, April

Sony schlampt aber, so wie die meis­ten ande­ren Andro­id-OEMs auch, beim zeit­na­hen Frei­ge­ben der von Goog­le schon seit Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res mitt­ler­wei­le monat­lich ver­öf­fent­li­chen Sicher­heits-Patches für Andro­id. Mein Xpe­ria Z5 Pre­mi­um ist hier immer noch auf dem Stand von Anfang April 2016, egal ob ich OTA oder mit der Desk­top-Soft­ware Xpe­ria Com­pa­n­ion nach Aktua­li­sie­run­gen suche. Sprich Sony Mobi­le hat die Patch-Pake­te für Mai, Juni und Juli nicht an sei­ne Kun­den wei­ter­ge­ge­ben.

Xperia Companion Screenshot

Mit den erwähn­ten Patches wer­den zum Teil sehr gra­vie­ren­de Sicher­heits­lü­cken besei­tigt. Es fühlt sich für mich nicht gut an, wenn der Her­stel­ler eines so teu­ren und aktu­el­len Smart­pho­nes wie des Z5 Pre­mi­um sei­ne Kun­den hier nicht bes­ser ver­sorgt. Ich habe bei Sony vor eini­gen Tagen sowohl bei Twit­ter als auch via E-Mail an den deut­schen Sup­port nach­ge­fragt, für wann denn der nächs­te Andro­id-Sicher­heits­patch geplant ist. Und kei­ne Ant­wort bekom­men. Schwa­ches Bild.

"Ihr Gerät ist aktuell"

Nicht bloß ein schwa­ches, son­dern auch ein trü­ge­ri­sches Bild. Mein Xpe­ria ist näm­lich nicht aktu­ell und vor allem nicht so sicher, wie es sein könn­te.

Update am 25. Juli 2016: Und ich bin nicht allein.

Volksvertröstung

Nur Win­dows. Nur S/MIME. Weder Web­mail noch Open­PGP, kein macOS, kein Linux, kein iOS, kein Andro­id und auch kein Quell­code – das kommt alles irgend­wann spä­ter, wenn über­haupt. Aber wir nen­nen das Gan­ze ein­fach mal Volks­ver­schlüs­se­lung. Klingt so all­um­fas­send (für mich klingt es ein­fach nur schreck­lich weil ent­we­der nach BILD-Zei­tung oder nach Volks­em­fän­ger-Zei­ten).

EntertainTV: Ein erster Eindruck

Ich habe in der Nacht auf Sonn­tag auf das neue Tele­kom-Inter­net-Fern­se­hen Enter­tainTV umge­stellt. Der Media Recei­ver 400 – sofort bestellt am 2. Mai – war wäh­rend mei­nes Urlaubs hier ein­ge­tru­delt und in Null­kom­ma­nix ange­schlos­sen. Bevor aller­dings die ers­ten Bewegt­bil­der aus dem Gerät über mei­nen Fern­se­her flim­mer­ten, muss­te der MR 400 ver­schie­de­ne Soft­ware her­un­ter­la­den und eini­ge Male neu star­ten.

Die Tele­kom steigt mit Enter­tainTV auf eine neue tech­ni­sche Platt­form um, die der chi­ne­si­sche Inge­nieur­kon­zern Hua­wei als Tech­nik­part­ner zulie­fert. Das „alte” Enter­tain setz­te auf IPTV-Unter­bau von Medi­a­room (frü­her Micro­soft, mitt­ler­wei­le Erics­son) auf. Es wird noch eine Wei­le wei­ter­be­trie­ben und irgend­wann ein­ge­stellt wer­den. Es soll­te aber jedem klar sein, dass die tech­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lung sei­tens der Tele­kom nur noch auf Enter­tainTV pas­sie­ren wird. Genau des­we­gen habe ich umge­hend auf die neue Platt­form gewech­selt – auch wenn dabei alle Auf­nah­men aus der Medi­a­room-Zeit ver­lo­ren­ge­gan­gen sind und es kein Zurück gibt.

Telekom Media Receiver 400 (EntertainTV)

Enter­tainTV macht auf mich schon jetzt einen viel run­de­ren Ein­druck als das in die Jah­re gekom­me­ne Medi­a­room-Zeug. Der MR 400 arbei­tet mit einer Sys­tem­soft­ware auf Basis von Linux und einem deut­lich leis­tungs­fä­hi­ge­ren Pro­zes­sor als mein alter Media Recei­ver 303. Der neue Media Recei­ver ist zudem deut­lich kom­pak­ter als sein Vor­gän­ger, was zum Teil aller­dings dem nun exter­nen Netz­teil geschul­det ist. Sein Dis­play lässt sich von vorn und von oben able­sen und ver­schie­den hell ein­stel­len.

Ein detail­lier­tes Urteil zu Enter­tainTV kann ich nach nur zwei Tagen, die ich auch alles ande­re als durch­ge­hend vor dem Fern­se­her ver­bracht habe, natür­lich noch nicht abge­ben. Auf­ge­fal­len ist mir aber schon mal

posi­tiv

  • deut­lich geschmei­di­ge­re und respon­si­ve­re Benut­zer­ober­flä­che
  • das Umschal­ten zwi­schen den Sen­dern geht viel schnel­ler als bis­her
  • kei­ne dop­pelt gemop­pel­ten Sen­der mehr für SD und HD
  • end­lich 1080p
  • inhal­te­über­grei­fen­de Suche

nega­tiv

  • bei zwei der drei Zustän­de, die der MR 400 zum „Aus­schal­ten” anbie­tet, dau­ert das Auf­wa­chen viel zu lan­ge
  • die Fern­be­die­nung hat kei­nen Knopf mehr für den Zugriff auf die fünf zuletzt gewähl­ten Sen­der
  • zwar Apps, aber kein App-Store
  • noch kein Net­flix
  • noch zu weni­ge Media­the­ken (ARTE ver­mis­se ich beson­ders)
  • Over­lay beim Sen­der­wech­sel bleibt für mei­nen Geschmack zu lan­ge sicht­bar
  • USB wei­ter­hin „Ein­bahn­stra­ße”, sprich Auf­nah­men las­sen sich nicht expor­tie­ren

Mehr, wenn ich mehr sagen kann. Vie­le Ant­wor­ten auf Enter­tainTV-Fra­gen gibt im Übri­gen die­se FAQ-Samm­lung.

Endlich ein Fix für das #Surfacegate

Micro­soft und Intel haben es in einer kon­zer­tier­ten Akti­on punkt­ge­nau einen Tag vor dem Deutsch­land­start des Sur­face Book geschafft, die von Paul Thur­rott tref­fend „Sur­face­ga­te” getauf­ten Trei­ber- und Firm­ware-Pro­ble­me mit Gra­fik, Wi-Fi und zuletzt vor allem Con­nec­ted Sleep in den neu­en Sky­la­ke-Gerä­ten zu behe­ben (hof­fent­lich, denn offi­zi­el­le Details zu den Fixes gibt es bis­her nicht). Sur­face Pro 4 und Sur­face Book soll­ten nach dem Ein­spie­len von vier Patches mit zwei (!) Neu­starts nun im Akku­be­trieb län­ger durch­hal­ten und nicht mehr im Ruhe­zu­stand heiß­lau­fen.

Surface Pro 4 mit Stift
Foto: Micro­soft

Ich muss­te mit­hin ein gutes Vier­tel­jahr lang dar­auf war­ten, dass mein Sur­face Pro 4 end­lich unge­fähr so funk­tio­niert wie von Micro­soft bewor­ben. Noch mehr als das ärgert mich aber das wei­ner­li­che Gewin­sel, mit dem Panos Panay jetzt ver­sucht, die ver­grätz­ten Ear­ly Adop­ter zu besänf­ti­gen.

Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kind liegt längst im Brun­nen. Viel zu spät, zu spär­lich und zu wenig sicht­bar hat­te Micro­soft die Pro­ble­me ein­ge­räumt – und das aus­ge­rech­net, nach­dem es mit Sur­face end­lich gelun­gen war, die Fir­ma als Anbie­ter von rich­tig lecke­rer Hard­ware zu posi­tio­nie­ren. Die­ses Image gleich wie­der zu rui­nie­ren muss man erst­mal hin­krie­gen. Bei mir ist jeden­falls ganz viel gewon­ne­nes Ver­trau­en gründ­lich zer­stört. Und zwar nicht, weil für brand­neue Hard­ware die Trei­ber nicht gleich per­fekt waren. Son­dern weil Micro­soft sich weg­ge­duckt und nur sala­mi­tak­tisch reagiert hat. Scha­de.