Vorsicht mit Android Nougat für das Xperia Z5

Ich hat­te mich ja neu­li­ch sehr gefreut, dass Sony das Andro­id auf mei­nem Xpe­ria Z5 Pre­mi­um auf Ver­si­on 7.0 aktua­li­siert hat. Mitt­ler­wei­le ist die Freu­de in Ver­är­ge­rung bis Wut umge­schla­gen, denn zumin­dest der Build 32.3.A.0.376 ist eine Kata­stro­phe. Der ärger­lichs­te Feh­ler ist spo­ra­di­sch auf­tre­ten­des rasches Ent­la­den des Akkus, wobei das Gerät stets spür­bar heiß wird. Außer­dem ist das Sys­tem an vie­len Stel­len nun viel zu lei­se. Zu allem Über­fluss mag sich das Tele­fon oft auch nicht mehr auto­ma­ti­sch mit bekann­ten WLAN-Net­zen ver­bin­den. Hier hilft dann nur Flug­mo­dus an und aus. Laut Sup­port-Forum gibt es wohl bereits einen neue­ren Nou­gat-Build mit der Num­mer .378, der bei mir bis­lang aber weder OTA noch über den Xpe­ria Com­pa­ni­on auf­ge­taucht ist. Ich hof­fe jeden­falls, dass Sony schnell eine kor­ri­gier­te Nou­gat-Ver­si­on nach­legt – die jet­zi­ge ist ein ziem­li­ch ärger­li­ches Trau­er­spiel.

Android könnte so viel sicherer sein

Ich habe seit eini­ger Zeit ein Andro­id-Smart­pho­ne von Sony, das Xpe­ria Z5 Pre­mi­um. Tol­le Hard­ware mit gro­ßem Dis­play und Akku, eine Ober­flä­che sehr nahe an Sto­ck Andro­id und im Ver­gleich mit ande­ren Her­stel­lern rela­tiv wenig Bloat­ware.

Sony hat auch rela­tiv schnell nach Erschei­nen des Geräts im Früh­jahr 2016 ein Update auf Andro­id 6.0 Mar­sh­mal­low ver­öf­fent­licht. Seit­her gab es noch ver­schie­de­ne klei­ne­re Sys­tem-Updates, das Andro­id ist dadurch bei Ver­si­on 6.0.1 ange­langt.

April, April

Sony schlampt aber, so wie die meis­ten ande­ren Andro­id-OEMs auch, beim zeit­na­hen Frei­ge­ben der von Goo­gle schon seit Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res mitt­ler­wei­le monat­li­ch ver­öf­fent­li­chen Sicher­heits-Patches für Andro­id. Mein Xpe­ria Z5 Pre­mi­um ist hier immer noch auf dem Stand von Anfang April 2016, egal ob ich OTA oder mit der Desk­top-Soft­ware Xpe­ria Com­pa­ni­on nach Aktua­li­sie­run­gen suche. Sprich Sony Mobi­le hat die Patch-Pake­te für Mai, Juni und Juli nicht an sei­ne Kun­den wei­ter­ge­ge­ben.

Xperia Companion Screenshot

Mit den erwähn­ten Patches wer­den zum Teil sehr gra­vie­ren­de Sicher­heits­lü­cken besei­tigt. Es fühlt sich für mich nicht gut an, wenn der Her­stel­ler eines so teu­ren und aktu­el­len Smart­pho­nes wie des Z5 Pre­mi­um sei­ne Kun­den hier nicht bes­ser ver­sorgt. Ich habe bei Sony vor eini­gen Tagen sowohl bei Twit­ter als auch via E-Mail an den deut­schen Sup­port nach­ge­fragt, für wann denn der nächs­te Andro­id-Sicher­heits­patch geplant ist. Und kei­ne Ant­wort bekom­men. Schwa­ches Bild.

"Ihr Gerät ist aktuell"

Nicht bloß ein schwa­ches, son­dern auch ein trü­ge­ri­sches Bild. Mein Xpe­ria ist näm­li­ch nicht aktu­ell und vor allem nicht so sicher, wie es sein könn­te.

Update am 25. Juli 2016: Und ich bin nicht allein.

Volksvertröstung

Nur Win­dows. Nur S/MIME. Weder Web­mail noch Open­PGP, kein macOS, kein Linux, kein iOS, kein Andro­id und auch kein Quell­code – das kommt alles irgend­wann spä­ter, wenn über­haupt. Aber wir nen­nen das Gan­ze ein­fach mal Volks­ver­schlüs­se­lung. Klingt so all­um­fas­send (für mich klingt es ein­fach nur schreck­li­ch weil ent­we­der nach BILD-Zei­tung oder nach Volks­em­fän­ger-Zei­ten).

EntertainTV: Ein erster Eindruck

Ich habe in der Nacht auf Sonn­tag auf das neue Tele­kom-Inter­net-Fern­se­hen Enter­tainTV umge­stellt. Der Media Recei­ver 400 – sofort bestellt am 2. Mai – war wäh­rend mei­nes Urlaubs hier ein­ge­tru­delt und in Null­kom­ma­nix ange­schlos­sen. Bevor aller­dings die ers­ten Bewegt­bil­der aus dem Gerät über mei­nen Fern­se­her flim­mer­ten, mus­s­te der MR 400 ver­schie­de­ne Soft­ware her­un­ter­la­den und eini­ge Male neu star­ten.

Die Tele­kom steigt mit Enter­tainTV auf eine neue tech­ni­sche Platt­form um, die der chi­ne­si­sche Inge­nieur­kon­zern Hua­wei als Tech­nik­part­ner zulie­fert. Das „alte” Enter­tain setz­te auf IPTV-Unter­bau von Medi­a­room (frü­her Micro­soft, mitt­ler­wei­le Erics­son) auf. Es wird noch eine Wei­le wei­ter­be­trie­ben und irgend­wann ein­ge­stellt wer­den. Es soll­te aber jedem klar sein, dass die tech­ni­sche Wei­ter­ent­wick­lung sei­tens der Tele­kom nur noch auf Enter­tainTV pas­sie­ren wird. Gen­au des­we­gen habe ich umge­hend auf die neue Platt­form gewech­selt – auch wenn dabei alle Auf­nah­men aus der Medi­a­room-Zeit ver­lo­ren­ge­gan­gen sind und es kein Zurück gibt.

Telekom Media Receiver 400 (EntertainTV)

Enter­tainTV macht auf mich schon jetzt einen viel run­d­e­ren Ein­druck als das in die Jah­re gekom­me­ne Medi­a­room-Zeug. Der MR 400 arbei­tet mit einer Sys­tem­soft­ware auf Basis von Linux und einem deut­li­ch leis­tungs­fä­hi­ge­ren Pro­zes­sor als mein alter Media Recei­ver 303. Der neue Media Recei­ver ist zudem deut­li­ch kom­pak­ter als sein Vor­gän­ger, was zum Teil aller­dings dem nun exter­nen Netz­teil geschul­det ist. Sein Dis­play lässt sich von vorn und von oben able­sen und ver­schie­den hell ein­stel­len.

Ein detail­lier­tes Urteil zu Enter­tainTV kann ich nach nur zwei Tagen, die ich auch alles ande­re als durch­ge­hend vor dem Fern­se­her ver­bracht habe, natür­li­ch noch nicht abge­ben. Auf­ge­fal­len ist mir aber schon mal

posi­tiv

  • deut­li­ch geschmei­di­ge­re und res­pon­sive­re Benut­zer­ober­flä­che
  • das Umschal­ten zwi­schen den Sen­dern geht viel schnel­ler als bis­her
  • kei­ne dop­pelt gemop­pel­ten Sen­der mehr für SD und HD
  • end­li­ch 1080p
  • inhal­te­über­grei­fen­de Suche

nega­tiv

  • bei zwei der drei Zustän­de, die der MR 400 zum „Aus­schal­ten” anbie­tet, dau­ert das Auf­wa­chen viel zu lan­ge
  • die Fern­be­die­nung hat kei­nen Knopf mehr für den Zugriff auf die fünf zuletzt gewähl­ten Sen­der
  • zwar Apps, aber kein App-Store
  • noch kein Net­flix
  • noch zu weni­ge Media­the­ken (ARTE ver­mis­se ich beson­ders)
  • Over­lay beim Sen­der­wech­sel bleibt für mei­nen Geschmack zu lan­ge sicht­bar
  • USB wei­ter­hin „Ein­bahn­stra­ße”, sprich Auf­nah­men las­sen sich nicht expor­tie­ren

Mehr, wenn ich mehr sagen kann. Vie­le Ant­wor­ten auf Enter­tainTV-Fra­gen gibt im Übri­gen die­se FAQ-Samm­lung.

Endlich ein Fix für das #Surfacegate

Micro­soft und Intel haben es in einer kon­zer­tier­ten Akti­on punkt­ge­n­au einen Tag vor dem Deutsch­land­start des Sur­face Book geschafft, die von Paul Thur­rott tref­fend „Sur­face­ga­te” getauf­ten Trei­ber- und Firm­ware-Pro­ble­me mit Gra­fik, Wi-Fi und zuletzt vor allem Con­nec­ted Sleep in den neu­en Sky­la­ke-Gerä­ten zu behe­ben (hof­fent­li­ch, denn offi­zi­el­le Details zu den Fixes gibt es bis­her nicht). Sur­face Pro 4 und Sur­face Book soll­ten nach dem Ein­spie­len von vier Patches mit zwei (!) Neu­starts nun im Akku­be­trieb län­ger durch­hal­ten und nicht mehr im Ruhe­zu­stand heiß­lau­fen.

Surface Pro 4 mit Stift
Foto: Micro­soft

Ich mus­s­te mit­hin ein gutes Vier­tel­jahr lang dar­auf war­ten, dass mein Sur­face Pro 4 end­li­ch unge­fähr so funk­tio­niert wie von Micro­soft bewor­ben. Noch mehr als das ärgert mich aber das wei­ner­li­che Gewin­sel, mit dem Panos Panay jetzt ver­sucht, die ver­grätz­ten Ear­ly Adop­ter zu besänf­ti­gen.

Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kind liegt längst im Brun­nen. Viel zu spät, zu spär­li­ch und zu wenig sicht­bar hat­te Micro­soft die Pro­ble­me ein­ge­räumt – und das aus­ge­rech­net, nach­dem es mit Sur­face end­li­ch gelun­gen war, die Fir­ma als Anbie­ter von rich­tig lecke­rer Hard­ware zu posi­tio­nie­ren. Die­ses Image gleich wie­der zu rui­nie­ren muss man erst­mal hin­krie­gen. Bei mir ist jeden­falls ganz viel gewon­ne­nes Ver­trau­en gründ­li­ch zer­stört. Und zwar nicht, weil für brand­neue Hard­ware die Trei­ber nicht gleich per­fekt waren. Son­dern weil Micro­soft sich weg­ge­duckt und nur sala­mi­tak­ti­sch reagiert hat. Scha­de.

Das Dumme mit dem Tracking

Wir alle ken­nen das inzwi­schen nur zu gut:

  1. Du suchst auf einer oder meh­re­ren Web­sites nach Schu­hen, Bestecken oder Eier­mann-Schreib­tisch­ge­stel­len.
  2. Du kauf­st Dir in einem Shop (viel­leicht auch off­line) Schu­he, ein Besteck oder Eier­mann-Schreib­tisch­ge­stell.
  3. Obwohl Du Dei­ne neu­en Schu­he, Dein neu­es Besteck oder Eier­mann-Schreib­tisch­ge­stell längst hast, siehst Du auf gefühlt jeder zwei­ten Web­site noch wochen- oder mona­te­lang Anzei­gen dafür.

Tracking trifft daneben

Das soge­nann­te Tracking ver­folgt uns ver­mit­tels Coo­kies über zig Web­sites. Es trifft aber in punc­to E-Com­mer­ce nicht etwa ins Schwar­ze, son­dern voll dane­ben. Weil es ers­tens nicht merkt, dass wir längst gekauft haben, wonach wir gesucht hat­ten. Und uns zwei­tens kei­ne Mög­lich­keit bie­tet, das den Wer­be­trei­ben­den gegen­über irgend­wie kund­zu­tun, son­dern uns gna­den­los wei­ter pene­triert. Und das soll dann Fort­schritt sein. Herr­je.

Surface Pro 4: Noch kein Termin für Connected-Sleep-Update

Mit „Sur­face­ga­te” hat Paul Thur­rott zwar ein biss­chen über­trie­ben, aber Micro­soft hat die brand­neue Sky­la­ke-Hard­ware von Intel im Sur­face Pro 4 und Sur­face Book immer noch nicht rich­tig im Griff. Wei­te­re Updates sind in Arbeit, ohne dass Micro­soft schon einen kon­kre­ten Ter­min nen­nen könn­te:

Yes­ter­day our engi­nee­ring team publis­hed some updates for Sur­face Book and Sur­face Pro 4. The­se updates offer refi­ne­ments to impro­ve bat­te­ry char­ging and ther­mal tuning, wire­less and Blue­too­th per­for­man­ce, and to the detach-reat­tach expe­ri­en­ce on Sur­face Book. We know some of you are still expe­ri­en­cing issu­es, inclu­ding issu­es rela­ted to power manage­ment, and we are working to address tho­se as quick­ly as pos­si­ble. We’ll publish addi­tio­nal updates as soon as they are rea­dy. In the mean­ti­me, the Sur­face cust­o­m­er forums and the Sur­face sup­port site remain the best resour­ces if you have ques­ti­ons about your Sur­face.

Microsoft räumt Probleme mit Surface Pro 4 und Book ein

Microsoft Surface Pro 4
Foto: Micro­soft

Wenn Micro­soft den Jos­h_F so etwas

First, a big thanks to all of our cust­o­m­ers for your open and can­did feed­back on Sur­face Book and Sur­face Pro 4. For tho­se of you who’ve had a less-than-per­fect expe­ri­en­ce, we’re sor­ry for any frus­tra­ti­on this has cau­sed. Plea­se know that we’re rea­ding your com­ments and hea­ring you loud and clear. Your input is incredi­b­ly valuable in hel­ping us address your ques­ti­ons with time­ly updates and fixes. Sin­ce laun­ch, we have aggres­si­ve­ly pur­sued the most pres­sing feed­back. We have alre­a­dy issued a num­ber of updates via Win­dows Update and are working to issue addi­tio­nal updates and fixes as soon as pos­si­ble to fur­ther impro­ve the over­all Sur­face expe­ri­en­ce.

schrei­ben lässt, dann muss der Lei­dens­druck schon ziem­li­ch hoch sein. Ich weiß gen­au, wovon Jos­h_F spricht, habe ich mir doch das Sur­face Pro 4 am 12. Novem­ber direkt zum Markt­start in Deutsch­land gekauft. Die Hard­ware ist toll und noch­mal im Detail ver­bes­sert gegen­über dem Vor­gän­ger, aber die von Intel gelie­fer­ten Trei­ber für die brand­neu­en Sky­la­ke-Chip­sät­ze im Zusam­men­spiel mit Win­dows 10 waren anfangs eine Kata­stro­phe.

Der für die HD Gra­phics 520 in mei­nem Sur­face Pro 4 (i5/8/256) läuft inzwi­schen halb­wegs sta­bil. Rich­tig schla­fen gelernt hat das Gerät aber bis heu­te noch nicht, wes­we­gen auch die ver­spro­che­nen Akku­lauf­zei­ten nicht mal ansatz­wei­se erreicht wer­den. Immer­hin hat Micro­soft hier für Anfang 2016 Abhil­fe in Aus­sicht gestellt.

Mit den unfer­ti­gen Sky­la­ke-Trei­bern hat übri­gens nicht nur Micro­soft zu kämp­fen, son­dern dar­un­ter lei­den auch alle übri­gen Her­stel­ler, die die neu­es­te Intel-Gene­ra­ti­on bereits ver­bau­en. Hier hat die Qua­li­täts­kon­trol­le von „Chip­zil­la” kläg­li­ch ver­sagt. Und die PC-Her­stel­ler woll­ten ihre neu­en mobi­len Flagg­schif­fe natür­li­ch zum Weih­nachts­ge­schäft ver­kau­fen und nicht auf spä­ter ver­schie­ben. Der Dum­me ist wie übli­ch der Kun­de, bei dem die Bana­nen­soft­ware dann irgend­wann reift.

Die wahren Kosten für das Upgrade auf Surface Pro 4

Ich bin sicher nicht der ein­zi­ge Besit­zer eines Sur­face Pro 3, der gera­de über­legt, ob er sich jetzt lie­ber das Nach­fol­ge­mo­dell Pro 4 zule­gen* soll. Neben angeb­li­chen so 30 Pro­zent mehr Leis­tung spre­chen dafür auch das ver­bes­ser­te und etwas grö­ße­re Dis­play und der ver­bes­ser­te Stift (falls man den über­haupt benutzt). Was die Modell­va­ri­an­ten angeht, wür­de ich auf jeden Fall wie­der zum i5** mit 8 GB und 256 GB Flash grei­fen. War­um? Core m3 ist zu schwach, 4/128 GB sind zu wenig, Core i7 ist über­trie­ben.

Microsoft Surface Dock
Foto: Micro­soft

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