Surface Laptop ist das neue MacBook Air

Alcant­a­ra ist der Han­dels­na­me eines auf Poly­es­ter und Poly­ure­than basie­ren­den Mikro­fa­ser­vlies­stoffs. In Japan wird Alcant­a­ra auch „Ecsai­ne“ genannt, in den USA kennt man es als „Ultra­sue­de“. Es wird manch­mal fälsch­li­cher­wei­se als „Leder“ oder „Wild­le­der“ bezeich­net.

Der Stoff wur­de 1970 von Miyo­shi Oka­mo­to von der japa­ni­schen Tor­ay Indus­tries ent­wi­ckelt und zusam­men mit der Grup­po ENI zur Markt­rei­fe gebracht. Ziel war es, ein Tex­til zu ent­wi­ckeln, wel­ches von sei­nen Eigen­schaf­ten her das stets knap­pe Leder erset­zen konn­te. Der Stoff wird in Lizenz seit 1974 aus­schließ­lich in einem ita­lie­ni­schen Werk der Alcant­a­ra S. p. A. in der umbri­schen Stadt Ter­ni pro­du­ziert.

Beim Sur­face Lap­top nimmt Micro­soft Alcant­a­ra für den Raum zwi­schen den Tas­ten. Wie schon beim Signa­tu­re Type Cover von mei­nem Sur­face Pro 4. Doch der Wor­te sind genug gewech­selt.

Lie­fer­bar ab 15. Juni 2017. Preis in Deutsch­land ab 1149 EUR.

Mono-Kultur

Die Fir­ma Richard Lam­pert aus Stutt­gart macht schö­ne Möbel. Zum Bei­spiel die Eier­mann-Tisch­ge­stel­le, als ein­zi­ger Her­stel­ler übri­gens mit offi­zi­el­ler Lizenz zum Löten (bes­ser gesagt Schwei­ßen). Einer der neu­es­ten Strei­che im Ange­bot von Richard Lam­pert ist der Tritt­ho­cker Mono, 2014 gestal­tet von Stef­fen Kehr­le. Mono ist aus Poly­ethy­len und sieht auf den ers­ten Blick irgend­wie auch bloß nach einem wei­te­ren über­flüs­si­gen Plas­tik­ding aus.

Tritthocker Mono von Richard Lampert in verschiedenen Farben
Foto: Richard Lam­pert

Bei nähe­rem Hin­se­hen, Drauf- und Drü­ber­stei­gen ent­puppt es sich aller­dings als eben­so form­schön (der func­tion fol­lo­wend) wie unge­mein zweck­mä­ßig. Ers­tens als Hocker, zwei­tens als zwei­stu­fi­ger Tritt. Dank des rück­sei­ti­gen Ein­griffs kann man Mono leicht in der Woh­nung über­all da hin tra­gen, wo man sit­zen oder hoch­stei­gen will.

Mono kos­tet meis­tens 119 EUR. Es gibt inzwi­schen noch mehr und ande­re Far­ben als auf dem Foto oben; ich habe mei­nen in pur­pur­rot (RAL3004) die Tage bei maga­zin in den Fünf Höfen geschos­sen.

whitebox: Im Osten was Neues

Frü­her™ war Pfan­ni. Dann Kunst­park Ost, dann Kultfabrik/Optimolwerke, jetzt kommt das Werks­vier­tel. Wo auch der neue Münch­ner Kon­zert­saal hin­kommt. Die Pfan­ni-Erben wol­len in dem größ­ten­teils neu gestal­te­ten Are­al wie­der der Kunst Raum geben. Das tun sie unter ande­rem mit der neu­en white­box, die ges­tern zum ers­ten Pres­se­ge­spräch mit­ten auf die Bau­stel­le vom Werk 3 gela­den hat­te. No-show-Rate übri­gens trotz Sturz­re­gen (konn­te ich mei­nen neu­en Stut­ter­heim wenigs­tens gleich zünf­tig ein­wei­hen) prak­tisch gleich null, das spricht für eine tüch­ti­ge PR.

werkviertel

Als Geschäfts­füh­re­rin mit künst­le­ri­scher Gesamt­lei­tung ist Mar­ti­na Tau­ben­ber­ger Her­rin über die 2000 Qua­drat­me­ter Hal­le und mehr als 20 Künst­ler­ate­liers, die bereits kom­plett an „Bestands­kun­den” und Neu­zu­gän­ge ver­mie­tet sind. Als Ver­stär­kung hat die Kul­tur-Mana­ge­rin die tür­ki­sche Archi­tek­tin, Urba­nis­tik- und Diver­si­ty-Exper­tin Cag­la Ilk aus Ber­lin als Kura­to­rin für bil­den­de Kunst und Inter­kul­tur sowie den Mann­hei­mer VJ Ben­ja­min Jant­zen als Kura­tor für Medi­en­kunst gewon­nen.

Martina Taubenberger
Mar­ti­na Tau­ben­ber­ger

whitebox-PK

Das white­box-Pro­gramm bis Mit­te August steht auch schon – los geht’s Ende Mai mit einem Thea­ter-Per­for­mance-Parkour („Püree-Linie”), es fol­gen ein Jugend­or­ches­ter-Fes­ti­val, die Klang- und Licht­in­stal­la­ti­on „Space Unfol­ding”, bei der die Trond­heim Voices und Asle Kar­stad aus Nor­we­gen auf den Stutt­gar­ter Licht­künst­ler Kurt Lau­renz Thein­ert tref­fen, eine Ver­stal­tungs­wo­che zum The­ma Remix und last, but not least das Hip-Hop-Kul­tur­fes­ti­val „STRAIGHT OUTTA WHITEBOX”.

Werner Eckart
Pfan­ni-Erbe und Bau­herr Wer­ner Eck­art

Kuratorin Cagla Ilk im Gespräch
Kura­to­rin Cag­la Ilk im Gespräch

Seit ges­tern ist auch die Web­sei­te white​box​-muen​chen​.de online – ich hab mir gleich mal ein Lese­zei­chen gesetzt.

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Nomos Glashütte Orion weiß: Zeit zeitlos

Nomos Glashütte Orion weiß
Foto: Nomos Glas­hüt­te

Das ist die Ori­on von Nomos Glas­hüt­te in der „wei­ßen” Vari­an­te. Eine wun­der­schö­ne, zeit­lo­se und auf das Wesent­li­che redu­zier­te Uhr, wie ich fin­de. Des­we­gen habe ich sie mir zu Weih­nach­ten ums Hand­ge­lenk gelegt.

Manch einer mag sich fra­gen, war­um ein so digi­ta­ler Mensch sich nicht end­lich eine Smart­watch gekauft hat. Die Ant­wort: Ich kann mit den real exis­tie­ren­den Smart­wat­ches nichts anfan­gen. Sie ner­ven mich nur, weil sie mit ihren dau­ern­den Benach­rich­ti­gun­gen ablen­ken und mei­ne Kon­zen­tra­ti­on stö­ren. In Noti­fi­ca­ti­ons und Apps, die ich eh schon auf dem Mobil­te­le­fon habe, erken­ne ich für mich auch kei­nen Mehr­wert.

Mei­ne Arm­band­uhr soll mir ein­fach die Zeit anzei­gen. Was die Ori­on ganz wun­der­schön tut. Eine Steck­do­se brau­che ich auch nicht dafür. Hand­auf­zug.