Die Grenzen des E-Commerce

Ich woll­te einen Fahr­rad­helm kau­fen. Stif­tung Waren­test hat­te erst im April einen Test dazu, und auf Platz 2 lan­de­te dar­in der Cra­to­ni Pacer. Für den hat­te ich mich ent­schie­den, auch weil er um eini­ges güns­ti­ger war als der Test­sie­ger. Aller­dings brauch­te ich die größ­te Aus­füh­rung L-XL (58 bis 62 Zen­ti­me­ter). Ver­sucht mal, die online zu fin­den. Schlech­ter­dings unmög­lich – Ama­zon hat einen Markt­platz-Händ­ler aus Ita­li­en mit zu weni­gen Bewer­tun­gen, das war’s. Ansons­ten über­all nicht lie­fer­bar, Ter­min nicht abseh­bar. Die Rache des „Test”-Siegs ver­mut­lich.

Cratoni Pacer in Plastiktüte

Ich habe also heu­te ein­fach mal ange­fan­gen, die auf der Cra­to­ni-Web­sei­te gelis­te­ten Händ­ler in mei­ner Nähe durch­zu­te­le­fo­nie­ren. Mit Aus­nah­me von Scheck und Schus­ter, weil da war ich vor­her schon (ver­geb­lich) gucken gewe­sen. Der ers­te an der Strip­pe hat­te nur Kin­der­grö­ßen da. Aber schon beim zwei­ten – der Radl-Welt in Feld­moching, um mal Ross und Rei­ter zu nen­nen – sag­te mir der freund­li­che Herr am Tele­fon, dass er laut Com­pu­ter einen Pacer in Schwarz da haben müss­te. Er wol­le das aber lie­ber noch prü­fen, bevor ich zu ihm raus­fah­re, und wür­de sich gleich tele­fo­nisch zurück­mel­den. Tat er nach 20 Minu­ten dann mit der Erfolgs­mel­dung, dass der Com­pu­ter recht hat­te.

Ich habe mir den Helm gleich zurück­le­gen las­sen und bin spä­ter schnell mit der U-Bahn raus­ge­fah­ren. Nach einem klei­nen Spa­zier­gang durch die Mit­tags­son­ne war ich im Laden, wo der Helm bereits an der Kas­se für mich bereit­lag. Exakt zum Lis­ten­preis. Der Besit­zer war aus­ge­spro­chen freund­lich. Und wenn es dem­nächst mal wie­der ums Fahr­rad geht, weiß ich, wo ich hin­ge­hen wer­de.

tl;dr Buy local.

Surface Laptop ist das neue MacBook Air

Alcant­a­ra ist der Han­dels­na­me eines auf Poly­es­ter und Poly­ure­than basie­ren­den Mikro­fa­ser­vlies­stoffs. In Japan wird Alcant­a­ra auch „Ecsai­ne“ genannt, in den USA kennt man es als „Ultra­sue­de“. Es wird manch­mal fälsch­li­cher­wei­se als „Leder“ oder „Wild­le­der“ bezeich­net.

Der Stoff wur­de 1970 von Miyo­shi Oka­mo­to von der japa­ni­schen Tor­ay Indus­tries ent­wi­ckelt und zusam­men mit der Grup­po ENI zur Markt­rei­fe gebracht. Ziel war es, ein Tex­til zu ent­wi­ckeln, wel­ches von sei­nen Eigen­schaf­ten her das stets knap­pe Leder erset­zen konn­te. Der Stoff wird in Lizenz seit 1974 aus­schließ­lich in einem ita­lie­ni­schen Werk der Alcant­a­ra S. p. A. in der umbri­schen Stadt Ter­ni pro­du­ziert.

Beim Sur­face Lap­top nimmt Micro­soft Alcant­a­ra für den Raum zwi­schen den Tas­ten. Wie schon beim Signa­tu­re Type Cover von mei­nem Sur­face Pro 4. Doch der Wor­te sind genug gewech­selt.

Lie­fer­bar ab 15. Juni 2017. Preis in Deutsch­land ab 1149 EUR.

Das Huawei P10 kann was

Fotos: Hua­wei

Mich über­zeu­gen zum Bei­spiel. Ich habe mir das P10 vor einer Woche gekauft, nach­dem ich es zum ers­ten Mal ange­fasst hat­te. Hab mich ein wenig ver­klei­nert gegen­über dem Xpe­ria Z5 Pre­mi­um, das zwar toll, aber immer irgend­wie ein klei­nes biss­chen zu groß war in der Hand. Das Hua­wei passt per­fekt. Außer­dem eine tol­le Bild­qua­li­tät (das mit Lei­ca ist natür­lich nur Bran­ding-Quatsch, sei­en wir ehr­lich) und vor allem eine tol­le Build-Qua­li­tät. Über die inne­ren Wer­te brau­che ich mich hier nicht wei­ter aus­zu­las­sen, wer sich dafür inter­es­siert, der fin­det im Web mehr als genug dazu. Ich kann nur sagen:

tl;dr Das Ding fühlt sich ein­fach rich­tig gut an.

Vorsicht mit Android Nougat für das Xperia Z5

Ich hat­te mich ja neu­lich sehr gefreut, dass Sony das Andro­id auf mei­nem Xpe­ria Z5 Pre­mi­um auf Ver­si­on 7.0 aktua­li­siert hat. Mitt­ler­wei­le ist die Freu­de in Ver­är­ge­rung bis Wut umge­schla­gen, denn zumin­dest der Build 32.3.A.0.376 ist eine Kata­stro­phe. Der ärger­lichs­te Feh­ler ist spo­ra­disch auf­tre­ten­des rasches Ent­la­den des Akkus, wobei das Gerät stets spür­bar heiß wird. Außer­dem ist das Sys­tem an vie­len Stel­len nun viel zu lei­se. Zu allem Über­fluss mag sich das Tele­fon oft auch nicht mehr auto­ma­tisch mit bekann­ten WLAN-Net­zen ver­bin­den. Hier hilft dann nur Flug­mo­dus an und aus. Laut Sup­port-Forum gibt es wohl bereits einen neue­ren Nou­gat-Build mit der Num­mer .378, der bei mir bis­lang aber weder OTA noch über den Xpe­ria Com­pa­n­ion auf­ge­taucht ist. Ich hof­fe jeden­falls, dass Sony schnell eine kor­ri­gier­te Nou­gat-Ver­si­on nach­legt – die jet­zi­ge ist ein ziem­lich ärger­li­ches Trau­er­spiel.

Sony hat geliefert

Mein Xpe­ria Z5 Pre­mi­um läuft seit einer hal­ben Stun­de mit Andro­id 7.0 a.k.a. Nou­gat. Die Desk­top-Soft­ware Xpe­ria Com­pa­n­ion hat­te vor­hin beim Anschlie­ßen des Tele­fons gemel­det, dass das (von Sony im Janu­ar zwi­schen­zeit­lich wie­der zurück­ge­zo­ge­ne) Update mit der Ken­nung 32.3.A.0.376 ver­füg­bar sei. OTA war davon übri­gens noch nichts zu sehen.

Der ers­te Down­load war unvoll­stän­dig und das Update schlug ent­spre­chend fehl. Beim zwei­ten Ver­such hat dann alles geklappt. Die Sicher­heits­patch-Ebe­ne ist aller­dings immer noch nur 1. Dezem­ber 2016.

Xperia Companion Screenshot

Z5 Premium Infos

Ich empfehle Swipe statt Facebook und Messenger

Dass die Andro­id-App von Face­book zu den schlimms­ten Akkufres­sern über­haupt gehört, ist nicht neu. Noch schnel­ler leert sich die Bat­te­rie, wenn zusätz­lich auch noch der Face­book Mes­sen­ger instal­liert ist. Und ich hat­te kei­ne Lust mehr, die­ses lei­di­ge Spiel­chen noch län­ger mit­zu­ma­chen (obwohl der Akku mei­nes Sony Xpe­ria Z5 Pre­mi­um mit sei­nen 3430 Mil­li­am­pere­stun­den durch­aus ansehn­lich dimen­sio­niert ist).

Swipe Settings, screnshot

Nach einem klei­nen Wut­aus­bruch neu­lich habe ich Face­book und Mes­sen­ger deinstal­liert und mir als Ersatz für bei­de Swi­pe instal­liert. Dan­ke für den Tipp, Moritz (und eigent­lich hät­te ich das auch schon frü­her wis­sen kön­nen). Swi­pe ist ein soge­nann­ter Wrap­per, der für die mobi­le Web­sei­te von Face­book zusätz­li­che Ein­stell­mög­lich­kei­ten bie­tet und sie gleich­zei­tig bes­ser mit der Andro­id-Platt­form ver­zahnt, Stich­wort Benach­rich­ti­gun­gen.

Swi­pe funk­tio­niert schon in der kos­ten­lo­sen Ver­si­on sehr gut. Ich habe trotz­dem gut drei Euro für die Pro-Vari­an­te bezahlt, weni­ger der zusätz­li­chen Fea­tures wegen als um den umtrie­bi­gen Ent­wick­ler zu unter­stüt­zen.

Zuge­ge­ben: Ein paar Din­ge funk­tio­nie­ren in den nati­ven Apps von Face­book ein klei­nes biss­chen schnel­ler oder geschmei­di­ger. Aber das, was mir Swi­pe an Akku­be­las­tung ein­spart, macht das dop­pelt und drei­fach wie­der wett. Wärms­te Emp­feh­lung mei­ner­seits mit­hin.

Mein Bild von München

Vor­hin hat­te ich eine E-Mail in mei­nem Post­fach, über die ich mich sehr gefreut habe.

Hal­lo,
ger­ne wür­den wir Dein Bild bei unse­rer Aus­stel­lung vom 23. bis inkl. 25. August am Pra­ter­strand (Innen­be­reich) aus­stel­len.
Magst Du uns noch einen Bild­ti­tel zu Dei­nem Foto schi­cken? Dann nen­nen wir die­sen mit Dei­nem Namen unter dem Foto.

schrei­ben Meik und Hans. Sprich das Foto, das ich bei mein​bild​von​mu​en​chen​.de hoch­ge­la­den hat­te, hat ande­ren Men­schen gefal­len und wird zusam­men mit vie­len ande­ren Fotos aus­ge­stellt. Wel­chen Titel ich mir dazu habe ein­fal­len las­sen, das könnt Ihr Euch in zwei Wochen auf der Pra­ter­in­sel anschau­en. Das Foto ist jeden­falls die­ses hier:

meinbildvonmuenchen

Grö­ßer bei flickr. Und dan­ke an Alex­an­der, ohne den die­ses Pro­jekt völ­lig an mir vor­über­ge­gan­gen wäre.

Android könnte so viel sicherer sein

Ich habe seit eini­ger Zeit ein Andro­id-Smart­pho­ne von Sony, das Xpe­ria Z5 Pre­mi­um. Tol­le Hard­ware mit gro­ßem Dis­play und Akku, eine Ober­flä­che sehr nahe an Stock Andro­id und im Ver­gleich mit ande­ren Her­stel­lern rela­tiv wenig Bloat­wa­re.

Sony hat auch rela­tiv schnell nach Erschei­nen des Geräts im Früh­jahr 2016 ein Update auf Andro­id 6.0 Mar­sh­mal­low ver­öf­fent­licht. Seit­her gab es noch ver­schie­de­ne klei­ne­re Sys­tem-Updates, das Andro­id ist dadurch bei Ver­si­on 6.0.1 ange­langt.

April, April

Sony schlampt aber, so wie die meis­ten ande­ren Andro­id-OEMs auch, beim zeit­na­hen Frei­ge­ben der von Goog­le schon seit Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res mitt­ler­wei­le monat­lich ver­öf­fent­li­chen Sicher­heits-Patches für Andro­id. Mein Xpe­ria Z5 Pre­mi­um ist hier immer noch auf dem Stand von Anfang April 2016, egal ob ich OTA oder mit der Desk­top-Soft­ware Xpe­ria Com­pa­n­ion nach Aktua­li­sie­run­gen suche. Sprich Sony Mobi­le hat die Patch-Pake­te für Mai, Juni und Juli nicht an sei­ne Kun­den wei­ter­ge­ge­ben.

Xperia Companion Screenshot

Mit den erwähn­ten Patches wer­den zum Teil sehr gra­vie­ren­de Sicher­heits­lü­cken besei­tigt. Es fühlt sich für mich nicht gut an, wenn der Her­stel­ler eines so teu­ren und aktu­el­len Smart­pho­nes wie des Z5 Pre­mi­um sei­ne Kun­den hier nicht bes­ser ver­sorgt. Ich habe bei Sony vor eini­gen Tagen sowohl bei Twit­ter als auch via E-Mail an den deut­schen Sup­port nach­ge­fragt, für wann denn der nächs­te Andro­id-Sicher­heits­patch geplant ist. Und kei­ne Ant­wort bekom­men. Schwa­ches Bild.

"Ihr Gerät ist aktuell"

Nicht bloß ein schwa­ches, son­dern auch ein trü­ge­ri­sches Bild. Mein Xpe­ria ist näm­lich nicht aktu­ell und vor allem nicht so sicher, wie es sein könn­te.

Update am 25. Juli 2016: Und ich bin nicht allein.

whitebox: Im Osten was Neues

Frü­her™ war Pfan­ni. Dann Kunst­park Ost, dann Kultfabrik/Optimolwerke, jetzt kommt das Werks­vier­tel. Wo auch der neue Münch­ner Kon­zert­saal hin­kommt. Die Pfan­ni-Erben wol­len in dem größ­ten­teils neu gestal­te­ten Are­al wie­der der Kunst Raum geben. Das tun sie unter ande­rem mit der neu­en white­box, die ges­tern zum ers­ten Pres­se­ge­spräch mit­ten auf die Bau­stel­le vom Werk 3 gela­den hat­te. No-show-Rate übri­gens trotz Sturz­re­gen (konn­te ich mei­nen neu­en Stut­ter­heim wenigs­tens gleich zünf­tig ein­wei­hen) prak­tisch gleich null, das spricht für eine tüch­ti­ge PR.

werkviertel

Als Geschäfts­füh­re­rin mit künst­le­ri­scher Gesamt­lei­tung ist Mar­ti­na Tau­ben­ber­ger Her­rin über die 2000 Qua­drat­me­ter Hal­le und mehr als 20 Künst­ler­ate­liers, die bereits kom­plett an „Bestands­kun­den” und Neu­zu­gän­ge ver­mie­tet sind. Als Ver­stär­kung hat die Kul­tur-Mana­ge­rin die tür­ki­sche Archi­tek­tin, Urba­nis­tik- und Diver­si­ty-Exper­tin Cag­la Ilk aus Ber­lin als Kura­to­rin für bil­den­de Kunst und Inter­kul­tur sowie den Mann­hei­mer VJ Ben­ja­min Jant­zen als Kura­tor für Medi­en­kunst gewon­nen.

Martina Taubenberger
Mar­ti­na Tau­ben­ber­ger

whitebox-PK

Das white­box-Pro­gramm bis Mit­te August steht auch schon – los geht’s Ende Mai mit einem Thea­ter-Per­for­mance-Parkour („Püree-Linie”), es fol­gen ein Jugend­or­ches­ter-Fes­ti­val, die Klang- und Licht­in­stal­la­ti­on „Space Unfol­ding”, bei der die Trond­heim Voices und Asle Kar­stad aus Nor­we­gen auf den Stutt­gar­ter Licht­künst­ler Kurt Lau­renz Thein­ert tref­fen, eine Ver­stal­tungs­wo­che zum The­ma Remix und last, but not least das Hip-Hop-Kul­tur­fes­ti­val „STRAIGHT OUTTA WHITEBOX”.

Werner Eckart
Pfan­ni-Erbe und Bau­herr Wer­ner Eck­art

Kuratorin Cagla Ilk im Gespräch
Kura­to­rin Cag­la Ilk im Gespräch

Seit ges­tern ist auch die Web­sei­te white​box​-muen​chen​.de online – ich hab mir gleich mal ein Lese­zei­chen gesetzt.

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