Abgemahnt von KSP im Auftrag der dapd

Herr­schafts­zei­ten, ich krie­ge noch die Kri­se. Ich fand heu­te Abend in mei­nem Brief­kas­ten ein Schrei­ben der ein­schlä­gig bekann­ten Ham­bur­ger KSP Kanz­lei Dr. See­gers, Dr. Fran­ken­heim Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH. Dar­in wird mir vor­ge­wor­fen, dass ich auf mei­ner Web­site mit der Domain www.teezeh.de (also die­ser hier) das Urhe­ber­recht der dapd nach­rich­ten­agen­tur GmbH ver­let­ze. Die­se habe KSP ord­nungs­ge­mäß bevoll­mäch­tigt, wird mir anwalt­li­ch ver­si­chert.

Die Man­dan­tin – also die dapd – habe „das aus­schließ­li­che Nut­zungs­recht i.S.d. Urhe­ber­rechts­ge­set­zes“ an Fotos/Lichtbildern unter den als Anla­ge auf­ge­führ­ten URLs, schreibt mir KSP-Anwalt Dr. Peter C. Rich­ter.

Als URL fin­det sich im Anhang dann ein­zig
https://www.teezeh.de/wp-content/uploads/2011/01/palin-targets.jpg

Ich habe die dort lie­gen­de Gra­fik – es han­delt sich defi­ni­tiv um kein Foto oder Licht­bild – in der Tat in mei­nem Blog­post „Poli­ti­sches Vitriol“ vom 9. Janu­ar 2011 ver­wen­det (laut mei­nen Server-Logs wur­de sie übri­gens in letz­ter Zeit nicht abge­ru­fen, kei­ne Ahnung wie und wann KSP den URL ermit­telt hat).

Aller­dings bin ich mir ganz sicher, dass die dapd dar­an nicht das aus­schließ­li­che Nut­zungs­recht i.S.d. Urhe­ber­rechts­ge­set­zes hat. Die Gra­fik steht näm­li­ch auch heu­te noch für jeder­mann öffent­li­ch auf der Facebook-Seite von Sarah Palin.

Der URL dazu lau­tet
http://www.facebook.com/notes/sarah-palin/dont-get-demoralized-get-organized-take-back-the-20/373854973434

und der direk­te Link für die Gra­fik
http://a2.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc3/24972_382925783587_24718773587_3655178_2736968_n.jpg

Ich habe heu­te Abend – aller­dings nicht wegen schlech­ten Gewis­sens – mei­nen erwähn­ten Blog­post so geän­dert, dass die Gra­fik nicht mehr von mei­nem Ser­ver, son­dern direkt von der Palin­schen Facebook-Seite gela­den wird und zudem auch dort­hin ver­linkt. Die (iden­ti­sche) Datei liegt unter dem von KSP genann­ten URL aber vor­er­st wei­ter auf mei­nem Ser­ver, schließ­li­ch will ich hier kei­ne „Beweis­mit­tel ver­nich­ten“.

Die von KSP gefor­der­ten 445 Euro für den der dapd angeb­li­ch ent­stan­de­nen Scha­den zuzüg­li­ch Doku­men­ta­ti­ons­kos­ten und Rechts­an­walts­ver­gü­tung wer­de ich ange­sichts der aus mei­ner Sicht ein­deu­ti­gen Sach­la­ge nicht wie bis spä­tes­tens zum 12.07.2011 erwar­tet über­wei­sen und die Ange­le­gen­heit nöti­gen­falls mei­nem eige­nen Anwalt über­ge­ben.

Ich fin­de es boden­los, dass man sich als „klei­ner Blog­ger“ mit sol­chen Schi­ka­nen her­um­schla­gen muss. Bis­lang ist KSP pri­mär wegen angeb­li­cher Urhe­ber­rechts­ver­stö­ße bei Tex­ten von dapd und AFP aktiv gewor­den; Bil­der schei­nen eine neue Masche zu sein. Ich bin gespannt, wie sich die Sache wei­ter ent­wi­ckelt.

[red_box] Die Sache ist vom Tisch. Ich habe von der dapd eine klä­ren­de Email erhal­ten (die Scha­den­er­satz­for­de­rung wird zurück­ge­zo­gen), deren voll­stän­di­ger Ver­öf­fent­li­chung ins­be­son­de­re an die­ser Stel­le die Agen­tur aller­dings aus eige­nem Recht wider­spricht. [/red_box]

Autor: Thomas Cloer

Thomas Cloer ist Corporate Communications Manager in München. Hier schreibt er privat über allerlei, was ihn so interessiert.

86 Gedanken zu „Abgemahnt von KSP im Auftrag der dapd“

  1. Das find ich auch ein nicht gera­de einen fei­nen Schach­zug der KSP und dapd. Es sind auf dem Bild kei­ne copy­rights ver­merkt. Inso­fern könn­te man nicht mal wegen einer – falls es sowas gibt – „ordent­li­chen“ Lizenz nach­fra­gen. Hast Du mal mit der eigent­li­chen Quel­le Kon­takt auf­ge­nom­men?
    War­um soll­te Sarah­PAC die Info­gra­fik exclu­siv an die dapd lizen­sie­ren? Wäre doch völ­lig blöd­sin­nig, wenn man eine vira­le Kam­pa­gne star­ten will? Ist blöd, wenn kei­ne Lizen­zen sau­ber ange­ge­ben sind…
    Aber ich wür­de mich da wohl auch weh­ren!

    1. Eine öffent­li­ch bei Face­book ein­ge­stell­te Gra­fik kann IMHO gar nicht exklu­siv an jeman­den lizen­ziert sein. Das wür­de schon den Facebook-TOS wider­spre­chen, wenn ich das rich­tig sehe. 

  2. Ich emp­feh­le eine nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge um den Scha­den beim Gegen­über zu maxi­mie­ren. :)

  3. Na ja, wie sich die Sach wei­ter­ent­wi­ckelt ist eigent­li­ch klar.
    Die Infos kom­men von da: http://www.photopatrol.de/
    Wesent­li­cher Kun­de ist dapd. Jeden­falls ist dapd der Kun­de, der auf der Start­sei­te ange­ge­ben wird.
    Ser­vice­part­ner ist besag­te Rechts­an­walts­kanz­lei.
    (Mit-)Eigentümer von Pho­topa­trol ist Herr Vor­der­wülbe­cke.
    Der auch (mit-)Eugentümer von dapd ist.
    Somit hat dapd hier ein auto­ma­ti­sier­tes Sys­tem ein­ge­rich­tet, mit dem sie die ver­meint­li­chen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ver­folgt.
    Nach mei­nem Infor­ma­tio­nen scheint es aber so zu sein, dass bei die­sen auto­mat­sier­ten Ver­fah­ren bez­gl. Abmah­nun­gen für Urhe­ber­rechts­ver­elt­zun­gen ein paar Euro ver­langt wer­den kön­nen. Denn Sinn und Zweck der Abmah­nung ist das die Rechts­ver­let­zung abge­stellt wird. Und dies ist zumin­dest gegen­über den „Kleinen“/Privaten recht ein­fach zu errei­chen.
    Ich mei­ne auch, dass es sich dabei inzwi­schen um eine all­ge­mei­ne Rechts­auf­fas­sung han­delt.
    Dar­aus ergä­be sich: Hier betreibt einer der Gesell­schaf­ter der dapd ziel­ge­rich­tet, auto­ma­ti­siert und vor­sätz­li­ch Abzo­cke.
    Aber was soll man von Finanz­in­ves­to­ren ande­res erwar­ten? Es geht um nichts ande­res als die Ren­di­te.
    Grü­ße
    ooh­pss
    PS.: Hin­weis: Die­se Dar­stel­lung ist in jeder ein­zel­nen Aus­sa­ge als auch ins­ge­samt mei­ne per­sön­li­che Mei­nung. Die­se basiert mög­li­cher­wei­se auf Mut­ma­ßun­gen und mög­li­cher­wei­se auch auf fal­schen Schluss­fol­ge­run­gen. Mei­nun­gen sind nach aktu­el­ler Rechts­auf­fas­sung einer Über­prü­fung nicht zugäng­li­ch.

  4. Schrä­ge Num­mer und schon an sich ein Zei­chen dafür, dass die Sit­ten ver­kom­men. Wird wahr­schein­li­ch über ein Pixel oder eine Prüf­sum­me erle­digt… war­um da aber nicht mal ein Abruf zu sehen ist, ver­ste­he ich nicht.
    Die Sache ist aber so offen­sicht­li­ch, dass da jeder ver­nünf­ti­ge Rich­ter zu Dei­nen Guns­ten urtei­len wird. Ggf. kann man da press­tech­ni­sch etwas nach­hel­fen, dass es gar nicht zu einem Pro­zess kommt.
    Deckt sowas eigent­li­ch irgend­ei­ne Ver­si­che­rung ab? Also Dei­nen Anwalt, wenn es gar nicht erst zu einem Urteils­spruch kommt? 

  5. Mei­ne Emp­feh­lung: Suche mal nach Vor­ge­hens­wei­sen bei Abmah­nun­gen wegen uner­laub­ter Bild­nut­zung, z.B. bezo­gen auf die bekann­ten Abmah­ner „Mari­ons Koch­buch“. Ich hat­te da mal eine Abmah­nung (aus eige­ner Blöd­heit), habe aber die For­de­rung von ~800 Euro auf 125 gesenkt:

    100 Euro Abmahn­ge­bühr (geht an Anwalt)
    20 Euro Bild­li­zenz
    5 Euro uner­laub­te Nutzung/Quelle nicht ange­ge­ben

    Da der Anwalt so sei­ne 100 Euro erhält wird er wohl kaum auf den aus­ste­hen­den Betrag bestehen, weil sich auch sei­ne Gebüh­ren anhand des Wer­tes ori­en­tie­ren.

  6. Nur weil eine Gra­fik auf Face­book steht, bist du der Mei­nung du dürf­test sie ein­fach ver­wen­den? Rein recht­li­ch gese­hen ist die Abmah­nung voll­kom­men nach­voll­zieh­bar.

    1. Das ist IMHO öffent­li­che Wahl­kampf­wer­bung. Ich hal­te die Abmah­nung defi­ni­tiv nicht für „voll­kom­men nach­voll­zieh­bar“, son­st hät­te ich gezahlt und das hier nicht alles auf­ge­schrie­ben – erzähl Du mir doch bit­te mal, wie­so irgend­ei­ne deut­sche Nach­rich­ten­agen­tur das aus­schließ­li­che Nut­zungs­recht an die­ser Gra­fik rekla­mie­ren kön­nen soll­te.

  7. Wenn ich es recht sehe ist das nicht mal eine von dapd pro­du­zier­te geschwei­ge denn dis­tri­bu­ier­te Info­gra­fik. In dem Fal­le müss­ten Die m.E. auch nach­weis­pflich­tig sein, dass Sie über­haupt die Rech­te besit­zen. Und das wäre vor gericht nach­zu­wei­sen. Ange­sichts der Son­der­lich­keit des Fal­les und sei­ner Rah­men­be­din­gun­gen könn­te ich mir vor­stel­len, dass dapd es nicht auf eine sol­che Prü­fung ankom­men lässt. Der Image­scha­den dürf­te ziem­li­ch teu­er wer­den …

  8. Und was stand denn sinn­ge­mäß in der Email? Schließ­li­ch bist Du mit denen durch das ein­sei­ti­ge Zusen­den der E-Mail kei­nen Ver­trag ein­ge­gan­gen, der Dir die inhalt­li­che Wie­der­ga­be ver­bie­tet.

    1. Die Kurz­fas­sung wäre wohl, dass ich fälsch­li­cher­wei­se Opfer eines weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­rens gewor­den bin. Und dabei belas­se ich es mal an die­ser Stel­le.

      1. Und wegen die­ses „weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­rens“ ist es Abzo­cke.
        Das Agen­tu­ren gege­ben­falls ihre tat­säch­li­chen Rech­te ver­tei­di­gen ist okay.
        Dass sich aber Abmahn­an­wäl­te mit­tels eines auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­rens dumm und dämm­li­ch ver­die­nen ist unter aller Kano­ne. Eigent­li­ch wäre das ein Fall für die Rechts­an­walts­kam­mer.
        Soweit ich die aktu­el­le Recht­spre­chung nach­voll­zie­hen kann, dürf­den für sol­che Sachen von Rechts­an­wäl­ten höchs­tens 100 Euro berech­net wegen. Gera­de wegen dem auto­ma­ti­sier­ten Ver­fah­ren.
        Und deshlab ist es wich­tig, dass die­ses Argu­ment für den Feh­ler der Abmah­nung publik gemacht wird.
        Dem nächs­ten, der von KSP mit die­ser mas­si­ven Hono­rar­for­de­rung abge­mahnt wird, soll­test Du Dei­ne Untersch­tü­zung abie­ten, indem Du ihm anbie­test Dein Schrie­ben zur Ver­fü­gung zu stel­len.
        Damit könn­te das Abzocker-Geschäftsmodel die­ses Anwalts und sei­ner Agen­tur ganz schnell das Was­ser abge­gra­ben wer­den.

        Grü­ße
        ooh­pss

    1. Ich neh­me doch an, dass dapd oder der Dienst­leis­ter für den Scha­den auf­kom­men wird, der dir durch deren auto­ma­ti­sier­ten und offen­sicht­li­ch feh­ler­haf­ten Mahn­pro­zess ent­stan­den ist. Du hat­test ja sicher­li­ch infol­ge des Schrei­bens jede Men­ge Auf­wand zur Siche­rung dei­ner Rechts­po­si­ti­on (Beauf­tra­gung eines eige­nen Anwalts, Ent­gan­ge­ne Arbeits­zeit, Sich­ten und Sichern von Ser­ver­logs, etc.). Wenn die nicht die nöti­ge Sorg­falt wal­ten las­sen, son­dern lie­ber mal mit Schrot in die Land­schaft bal­lern, dann müs­sen sie auch die Fol­gen tra­gen. Und was den Brief angeht, so liest sich das sehr son­der­bar, wenn dapd glaubt, Dir vor­schrei­ben zu kön­nen, was Du mit dem Papier anstell­st – sie könn­ten genauso wenig ver­lan­gen, dass es in einem even­tu­el­len Ver­fah­ren nicht als Beweis­mit­tel ver­wen­det wird. Wenn Ihr Euch auf einen Deal geei­nigt habt, ist es etwas Ande­res …

      In jedem Dal­le hat sich mal wie­der der Spruch bewahr­hei­tet: Wer sich nicht wehrt, lebt ver­kehrt!

      1. Nö, kein „Deal“. Ich hat­te aber bis­her auch noch kei­nen Anwalt beauf­tragt, son­dern nur ent­gan­ge­ne Frei­zeit und Sich­ten von Server-Logs zu bekla­gen. Dafür war mir ganz per­sön­li­ch http://search.twitter.com/search?q=%23dapd heu­te Genug­tu­ung genug. 

        Was die von Dir ange­spro­che­ne Schrot­bal­le­rei angeht, hof­fe ich mal, dass ins­be­son­de­re KSP ein paar Kon­se­quen­zen zieht. Und dass das deut­sche Urhe­ber­recht in abseh­ba­rer Zeit so geän­dert wird, dass die­ser elen­den Abmahn­in­dus­trie die Grund­la­ge ent­zo­gen wird. 

        1. Hal­lo,
          da habe ich es doch noch gefun­den und eigent­li­ch bräuch­te nichts geän­dert wer­den:
          „Die Neu­re­ge­lung der Abmah­nung im Urher­rechts­ge­setz lau­tet seit dem 1.9.2008 wie folgt: 

          § 97a Abmah­nung

          (1) Der Ver­letz­te soll den Ver­let­zer vor Ein­lei­tung eines gericht­li­chen Ver­fah­rens auf Unter­las­sung abmah­nen und ihm Gele­gen­heit geben, den Streit durch Abga­be einer mit einer ange­mes­se­nen Ver­trags­stra­fe bewehr­ten Unter­las­sungs­ver­pflich­tung bei­zu­le­gen. Soweit die Abmah­nung berech­tigt ist, kann der Ersatz der erfor­der­li­chen Auf­wen­dun­gen ver­langt wer­den.

          (2) Der Ersatz der erfor­der­li­chen Auf­wen­dun­gen für die Inan­spruch­nah­me anwalt­li­cher Dienst­leis­tun­gen für die erst­ma­li­ge Abmah­nung beschränkt sich in ein­fach gela­ger­ten Fäl­len mit einer nur uner­heb­li­chen Rechts­ver­let­zung außer­halb des geschäft­li­chen Ver­kehrs auf 100 Euro.“ 

          Also: Das Ver­fah­ren gegen Dich war auto­ma­ti­siert. Ein­fa­cher gehts nicht.
          Der Anwalt wuss­te das auch, den er ist Part­ner der Auto­ma­ti­sie­rungs­fir­ma.
          Er hät­te also ohne­hin höchs­tens 100 Euro berech­nen dür­fen.
          Ein Anwalt im Abmahn­be­reich kennt auch die­se Rege­lung.
          Den­no­ch hat er Dir ein paar hun­dert Pro­zent mehr berech­net.
          Da Du nun einen Beweis von dapd bezüg­li­ch der Aut,matisierung in Hän­den hast, hast Du alles was Du brauchts um gegen die­sen Anwalt/diese Kanz­leit aktiv zu wer­den, wenn Du will­st.
          DAS IST UND BLEIBT ABZOCKE (und ich hal­te das was die­se drei Part­ner machen wei­ter­hin für rechts­miß­bräuch­lki­che Abzo­cke).

          Man mach die mal deut­li­ch:
          1. Ein dapd Gesell­schaf­ter betei­ligt sich an einem Unter­neh­men zur auto­ma­ti­schen Bil­der­su­che im Inter­net.
          2. Ein Rechts­an­walt als Part­ner wird Drit­ter im Bun­de.
          3. dapd ver­teilt jeden Tag Unmas­sen an Bil­dern und sei­ne Part­ner küm­mern sich dar­um dass die Abmahn­ma­schine­rei läuft und jeder abge­zockt wird. Ganz egal ob dapd Rechts­in­ha­ber ist oder nicht. Die Abmahn­ma­schien läuft schon los, wenn das BIld nur über dapd ver­teilt wird. Dass dapd dabeo Pres­se­bil­der bedient, die auch ande­re Agen­tu­ren ver­tei­len, ist denen egal. Haupt­sa­che die Abmah­nung ist raus. Wenn nur jeder 10. zahlt ist das das Geschäft des Jahr­hun­derts. Und gen­au das gefällt Finanz­in­ves­to­ren …
          Gei­les Geschäfts­kon­zept.

  9. Ist ja toll, dass die Sache vom Tisch ist. Trotz­dem, wie die auf dich gekom­men sind, wenn dei­ne Logs kei­nen Besucht von irgend­et­was auf­ge­zeich­net haben, wür­de mich inter­es­sie­ren ;)

    1. Ganz ein­fach, per z.B. Goo­gle Bil­der­su­che. Da hat Otto Nor­mal­ab­mahn­bot alles was er braucht – Link zur Sei­te und ein Thumb­nail das er mit sei­ner Daten­bank abglei­chen kann. 

  10. Ich zitie­re mal mich selbst:
    „Die Infos kom­men von da: http://www.photopatrol.de/
    Wesent­li­cher Kun­de ist dapd. Jeden­falls ist dapd der Kun­de, der auf der Start­sei­te ange­ge­ben wird.
    Ser­vice­part­ner ist besag­te Rechts­an­walts­kanz­lei.
    (Mit-)Eigentümer von Pho­topa­trol ist Herr Vor­der­wülbe­cke.
    Der auch (mit-)Eigentümer von dapd ist.
    Somit hat dapd hier ein auto­ma­ti­sier­tes Sys­tem ein­ge­rich­tet, mit dem sie die ver­meint­li­chen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ver­folgt. “

    1. kann­st Du veri­fi­zie­ren, dass Mar­tin Vor­der­wülbe­cke auch an Pho­topa­trol betei­ligt ist? Ist fin­de dazu kei­ne Quel­len…

      1. Das müss­te ooh­pss beant­wor­ten – ich fin­de dazu eben­falls nichts. Die Web­sei­te von Pho­topa­trol bie­tet ohne­hin kaum har­te Fak­ten außer dem Namen des geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ters Sven Fried­richs. Ins­be­son­de­re kei­ne Details über die ver­ban­del­ten „Ser­vice­part­ner“, zu denen die KSP gehö­ren dürf­te. Über das „Abrech­nungs­sys­tem Fair Pay“ fin­det man in Such­ma­schi­nen auch herz­li­ch wenig. 

        Einer Mel­dung im Pres­se­be­reich kann man zumin­dest ent­neh­men, dass die Web­platt­form für Pho­topa­trol von der Fir­ma Akra kom­plett im Auf­trag ent­wi­ckelt wur­de. Ansons­ten haben prak­ti­sch alle ange­ge­be­ne­nen Quel­len eine ein­zi­ge ver­öf­fent­li­che Pres­se­mit­tei­lung wört­li­ch oder sinn­ge­mäß über­nom­men, der gan­ze Pres­se­be­reich ist IMHO den Namen nicht wert. 

        Inter­es­sant ist auch die Behaup­tung mit der paten­tier­ten Tech­nik des Fraun­ho­fer HHI, die Pho­topa­trol nutzt. Mög­li­ch ist das natür­li­ch. Aller­dings fin­det sich in der Suche des HHI kein Hin­weis auf Pho­topa­trol oder den Auf­trags­pro­gram­mie­rer Akra. Da soll­te man viel­leicht mal beim HHI nach­fra­gen, was für eine Tech­nik das sein könn­te, wor­in die Zusam­men­ar­beit bestand und ob Pho­topa­trol über­haupt berech­tigt ist, das HHI-Logo auf sei­ner Web­site zu füh­ren.

        Fra­gen über Fra­gen…

  11. Hal­lo, ich bin Pres­se­spre­cher bei dapd und möch­te die­ses The­ma offen und ehr­li­ch kom­men­tie­ren: es geht ganz bestimmt nicht dar­um pri­va­te Blog­ger, Web­sites von Ver­ei­nen etc. zu „ver­fol­gen“. Es ist aber in der Tat rich­tig das das – lei­der – abund­zu pas­siert. War­um? Bit­te stel­len Sie sich ein­mal vor, Sie wür­den wie dapd ins­ge­samt jeden Tag rund 1.600 Nach­rich­ten­bil­der ver­brei­ten, die von Foto­gra­fen in der gan­zen Welt gemacht wor­den sind, von „A“ wie Afgha­nis­tan bis „Z“ wie Zypern. Für die­se Bil­der, gen­au wie die Bil­der von dpa, AFP, Reu­ters etc. zah­len unse­re Medi­en­kun­den anstän­di­ge Hono­ra­re. Im Sin­ne der Foto­gra­fen und der zah­len­den Kun­den müs­sen wir schlicht her­aus­fin­den, ob unse­re Fotos werb­li­ch oder geschäft­li­ch (!) benutzt wer­den, ohne das wir respek­ti­ve die Foto­gra­fen Geld dafür erhal­ten. Sor­ry, aber das kann nicht sein. Das bei dem in der Tat weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­ten Pro­zess Feh­ler pas­sie­ren ist uns abso­lut unan­ge­nehm, auf der ande­ren Sei­te kön­nen wir unmög­li­ch von Hand jeden Monat die Ver­wen­dung von etwa 50.000 Bil­der im Inter­net che­cken, das kann kei­ne Agen­tur der Welt. Bit­te wen­den Sie sich wirk­li­ch sofort, ger­ne auch an mich per­sön­li­ch, an dapd, wenn Sie das Gefühl haben wir wer­fen Ihnen zu Unrecht eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung vor. Aber wür­den wir und ande­re Agen­tu­ren nicht ver­su­chen das Urhe­ber­recht an Bil­dern zu schüt­zen, dann gäbe es vor allem aus den Krisen-Regionen die­ser Welt wohl bald nur noch „Pres­se­bil­der“ der dor­ti­gen Regie­rungs­stel­len…

    1. Wer­ter Kol­le­ge Zehrt, 

      es ist klar, dass die dapd ihre Rech­te an Tex­ten und Bil­dern gel­tend machen darf und muss, wenn dage­gen im wei­ten Netz an etli­chen Stel­len ver­sto­ßen wird. Das ist Ihr gutes Recht. 

      Aller­dings kann ich das von Ihnen dabei prak­ti­zier­te Pro­ce­dere nicht akzep­tie­ren. In mei­nem kon­kre­ten Fall wird in dem Schrei­ben Ihrer Inkas­so­kanz­lei KSP an kei­ner Stel­le belegt, gegen wel­ches Urhe­ber­recht ich gen­au ver­sto­ßen haben soll­te. Auch nicht, wie dapd und/oder KSP den Ver­stoß kon­kret ermit­telt haben will – allein dafür soll­ten mir jedoch 100 Euro „Doku­men­ta­ti­ons­kos­ten“ in Rech­nung gestellt wer­den.

      Ich per­sön­li­ch hat­te das Glück, gut ver­netzt zu sein und rasch eine aus mei­ner Sicht erfreu­li­che Auf­merk­sam­keit auf mei­ne Ange­le­gen­heit len­ken zu kön­nen (wes­we­gen ver­mut­li­ch ja auch Sie sich jetzt hier zu Wort gemel­det haben). Vie­le ande­re Betrof­fe­ne wer­den die­se Mög­lich­keit wohl nicht in glei­chem Maße haben. 

      Eine Anfra­ge bezüg­li­ch Nach­weis der Urhe­ber­rechts­ver­let­zung an die von KSP ange­ge­be­ne Email-Adresse dapd@ksp.de wur­de mir bis jetzt nicht beant­wor­tet. Ein ange­spro­che­ner dapd-Kollege hat­te mir freund­li­cher­wei­se emp­foh­len, mich doch in der Sache auch direkt an copyright@dapd.de zu wen­den, was ich dann am Frei­tag­vor­mit­tag auch getan habe. 

      Ich habe dar­auf­hin vom stell­ver­tre­ten­den dapd-Chefredakteur Rai­ner Höh­ling zumin­dest eine Mail erhal­ten, in der mir die Rück­nah­me der Scha­den­er­satz­for­de­rung ange­kün­digt wird. Die­se Mail besteht m.E. weit­ge­hend aus Text­bau­stei­nen und geht nicht auf mei­ne Fra­ge ein, wie eine öffent­li­che Wahl­pro­pa­gan­da von Sarah Palin dem Urhe­ber­recht von dapd unter­lie­gen kann. Auf mei­ne neu­er­li­che Nach­fra­ge bis­her eben­falls kei­ne Ant­wort.

      Des Wei­te­ren ver­mis­se ich in der Mail das Wort „Ent­schul­di­gung“ für den mir ent­stan­de­nen Ärger bis Scha­den. Statt­des­sen muss ich lesen, dass jede der­ar­ti­ge Ange­le­gen­heit zunächst „einer drei­fa­chen mensch­li­chen Kon­trol­le“ unter­zo­gen wird, bevor KSP ein For­de­rungs­schrei­ben ver­schickt. Und dass dabei lei­der „spe­zi­el­le Kon­stel­la­tio­nen“ unent­deckt blei­ben könn­ten, was eben mir wider­fah­ren sei. Was an mei­ner Kon­stel­la­ti­on jetzt spe­zi­ell sein soll, ver­mag ich beim bes­ten Wil­len nicht zu erken­nen.

      Jeden­falls kön­ne man mich dafür nur um Ver­ständ­nis bit­ten, schreibt Kol­le­ge Höh­ling. Die Deut­sche Bahn bit­tet auch immer um Ver­ständ­nis, wenn mal wie­der einer ihrer ICEs lie­gen­bleibt. Von Ihnen – damit mei­ne ich dapd und/oder KSP – hät­te aller­dings ich eine Ent­schul­di­gung erwar­tet und erwar­te sie wei­ter­hin.

      Und ich den­ke, Sie wären wirk­li­ch gut bera­ten, wenn Sie Ihr weit­ge­hend auto­ma­ti­sier­tes Forderungs-Verfahren um eine deut­li­ch gründ­li­che­re Kon­trol­le durch Mit­ar­bei­ter mit gesun­dem Men­schen­ver­stand und Augen­maß erwei­tern wür­den.

      In Hoff­nung dar­auf ver­blei­be ich
      mit freund­li­chen Grü­ßen,

      Tho­mas Clo­er

    2. Hal­lo Herr Zehrt, 

      vie­len Dank für die Klar­stel­lung.

      Evtl. soll­ten Sie nicht unbe­dingt eine für Ihren, sagen wir mal unglück­li­chen, Umgang mit pri­va­ten Sei­ten­be­trei­bern bekann­te Anwalts­kanz­lei beauf­tra­gen.

      War­um rich­ten Sie nicht ein­fach eine Sei­te auf dapd.de/abmahnung ein und erklä­ren GENAU die­se Pro­ble­ma­tik dort, zusam­men mit einem Ansprech­part­ner an den man sich wen­den kann. Ich kann mir nicht vor­stel­len dass die nega­ti­ve Pres­se und Gegen­kla­gen soviel güns­ti­ger sind als ein­fach offen auf die Leu­te zuzu­ge­hen. Neben­bei wür­de dies noch Ihrem Image als Dienst­leis­ter gut tun und wäre end­li­ch mal ein Licht­bli­ck in die­ser gan­zen unsäg­li­chen Abmah­ne­rei.

      Ande­res The­ma: Haben Sie zufäl­lig mit der „sid sport infor­ma­ti­ons dienst gmbh“ zu tun? 

      1. Ich bin mir nicht sicher, ob der Herr Zehrt die Ant­wor­ten auf sei­nen Kom­men­tar abon­niert hat. Wenn Du auf Num­mer sicher gehen will­st, schreib lie­ber direkt per Email. 

    3. Wenn angeb­li­ch kei­ne Agen­tur die Ver­wen­dung von 50.000 Bil­dern monat­li­ch über­prü­fen – wie che­cken auf Deut­sch heißt – kann, wäre die Lösung dafür viel­leicht ein Geschäfts­mo­dell. Mei­ne Erwar­tung hin­ge­gen ist aber, dass gen­au die­se Fähig­keit bei einer Nach­rich­ten­agen­tur bereits vor­han­den ist. Der Fall löst also bei mir die Fra­ge aus, ob Nach­rich­ten­agen­tu­ren ihre Pro­zes­se im Griff haben, oder nicht? Und war­um sie bspw. nicht die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten nut­zen, um eben die­se Leis­tung zu erbrin­gen? Dass Sie dann noch ver­su­chen, die dapd und ande­re Nach­rich­ten­agen­tu­ren zu welt­wei­ten Hüter der Pres­se­frei­heit zu erklä­ren, wo eine ein­fa­che Bit­te um Ent­schul­di­gung ange­bracht wäre, ist ein der­art ekli­ger Pro­pa­gan­dak­leis­ter, dass jedem halb­wegs intel­li­gen­ten Leser nur bleit, den Kopf zu schüt­teln.

    4. Das nennt sich Anspruchs­be­rüh­mung.

      Die ein­zig rich­ti­ge Reak­ti­on ist eine nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge, denn die kos­tet die dadp rich­tig Geld (Grö­ßen­ord­nung 1.500 € auf­wärts), denn anders scheint es die dadp nicht zu ler­nen.

      Ich wür­de mir dann ja noch wün­schen, dass der Gra­fi­ker anschlie­ßend aus eige­nem Recht noch­mal wegen der unbe­fug­ten Ver­war­nung gegen Euch vor­geht und den Deckel damit ver­dop­pelt. Anders scheint ihr es nicht zu ler­nen.

      Es ist schlicht eine Saue­rei und „kön­nen wir unmög­li­ch von Hand jeden Monat die Ver­wen­dung von etwa 50.000 Bil­der im Inter­net che­cken“ ist für unbe­rech­tig­te Abmah­nun­gen kei­ne Ent­schul­di­gung. Ihr müsst das che­cken, son­st lauft Ihr ganz ein­fach Gefahr, dass es an Euer Porte­mon­naie geht. 

      Ich (nur Anwalt) mache der dadp hier­mit eine kla­re öffent­li­che Ansa­ge: eine unbe­rech­tig­te Abmah­nung an einen mei­ner Man­dan­ten (und ich ken­ne eine gan­ze Men­ge Blog­ger) gibt eine kom­men­tar­lo­se nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge mit zeit­glei­cher Infor­ma­ti­on an den tat­säch­li­ch Berech­tig­ten, damit er Euch auch noch in Anspruch nimmt. 

    5. Mir ist ein Fall bekannt wo ein Ver­ein (also „e.V.“ im Namen) sehr wohl einen Brief von KSP bekom­men hat. Ich habe die­sem Ver­ein nun den Link zu Ihrem Bei­trag geschickt. 

      1. Fürs Pro­to­koll“ – der von mir oben genann­te Fall (Ver­ein) hat sich nun tat­säch­li­ch erle­digt. Dan­ke sehr Herr Zehrt. 

  12. Die KSP hat mich auch abge­mahnt. Habe auch eine Pri­va­te Sei­te. Anschei­nend trifft es eben doch mehr­heit­li­ch die pri­va­ten Blog­ger. Wie kann ich sie kon­tak­tie­ren Herr Zehrt ? und was sagen sie zu Tex­ten aus den Jah­ren 2005 ? 

    1. Das mit dem Kon­takt hat inzwi­schen geklappt?, bit­te sen­den Sie mir auch noch ein­mal den Hin­weis auf die Tex­te aus 2005. Das gan­ze The­ma ist bei uns auf Chef­re­dak­teurs­ebe­ne ange­sie­delt wor­den, wir arbei­ten sehr inten­siv dar­an den gan­zen Pro­zess so zu gestal­ten, dass die­se Feh­ler nicht mehr auf­tre­ten. Das ist kei­ne lee­re Ver­spre­chung, aber ich den­ke gera­de User, die die­se Sei­te nut­zen wis­sen was es heisst, monat­li­ch rund 50.000 Bil­der und deren Ver­wen­dung im WWW zu doku­men­tie­ren.

    2. Ich bin von einer Kanz­lei aus Karls­ru­he wegen dapd-Bildern auf mei­ner klei­nen Hobby-Seite abge­mahnt wor­den.… Ich wuss­te gar nicht, dass Pho­topa­trol und dapd irgend­wie zusam­men­hän­gen… Inter­es­sant!

      Bei mir ist es aller­dings lei­der so, dass es tat­säch­li­ch dapd-Bilder waren, die sich wegen eini­ger tech­ni­scher Feh­ler auf mei­ne Sei­te „geschli­chen“ hat­ten…

      Und bei Feh­lern auf der pri­va­te Sei­te reicht es ja bekannt­li­ch lei­der nicht, wenn man „sor­ry, Ver­se­hen“ sagt… Ich wer­de also wohl zah­len müs­sen.…

  13. Bin heu­te eben­falls von KSP wegen einer Urhe­ber­rechts­ver­let­zung (auf mei­ner Web­site) ange­schrie­ben wor­den (ange­mahnt ist es ja noch nicht). Dank die­ses Blogs hof­fe ich auf güt­li­che Klä­rung des Sach­ver­halts. Habe erst Mal freund­li­chen E-Mail-Kontakt zu dapd auf­ge­nom­men. Hof­fe doch, dass das den Ball flach hält. 

    1. Da drü­cke ich mal die Dau­men. Was war es denn bei Dir – tat­säch­li­ch Mate­ri­al, an dem dapd / AP das Urhe­ber­recht hat? Oder auch ein offen­sicht­li­cher Fehl­schuss der Photopatrol-Software? 

  14. Der W. Zehrt will Pres­se­spre­cher sein, kann aber kein das/dass rich­tig set­zen??? Dann wun­dert mch nichts mehr, nix für ungut… 

    1. Das hat mich auch ein wenig ver­wun­dert. Dazu kom­men an die zehn Kom­ma­feh­ler, das Wort „abund­zu“ gibt es auch nicht. Will ja gar nicht all­zu pin­ge­lig sein, aber ein Pres­se­spre­cher und Jour­na­list soll­te ein paar ele­men­ta­re Recht­schreib­re­geln doch so ver­in­ner­licht haben, dass er die auch in einer flüch­ti­gen Ant­wort vi Inter­net abru­fen kann. 

  15. Die Sache ist vom Tisch? Eine pop­li­ge Ent­schul­di­gung sei­tens der dapd reicht dir? Ich an dei­ner Stel­le hät­te den Spiess schnellst­mög­li­ch umge­dreht, die Sache mei­nem Anwalt über­ge­ben und die dapd und die KSP wegen Betrugs­ver­suchs ankla­gen las­sen, sowie eine Scha­den­er­satz­kla­ge eben­falls mit ange­hängt. Feh­ler in der Auto­ma­ti­sie­rung der dapd schüt­zen genauso wenig vor Stra­fe wie die Unwis­sen­heit respek­ti­ve die Dumm­heit des Men­schen nicht. 

  16. DirkS: Es muss nicht extra ein Copyright-Vermerk dabei sein, das Urhe­ber­recht hat immer der Urhe­ber, egal ob ein extra Hin­weis dabei steht oder nicht. 

  17. Was der Pres­se­spre­cher Wolf­gang Zehrt schreibt ist ja alles gut und rich­tig, aber in die­sem Fall nur laue Luft. Denn sein Text hat mit dem vor­lie­gen­den „Fall“ nix zu tun.
    Er geht mit kei­nem Wort auf die Fak­ten ein: Wel­ches Recht hat die­se Pres­se­gen­tur am öffent­li­chen Rekla­me­ma­te­ri­al einer ame­ri­ka­ni­schen Poli­ti­ke­rin? = Gar keins. Eine Ent­schul­di­gung und Ent­schä­di­gung wäre not­wen­dig.

  18. Sicher, dass Herr Zehrt wirk­li­ch Herr Zehrt ist? Ins­ge­samt wirkt der Text doch etwas unüber­legt und holp­rig für einen Pres­se­spre­cher. Oder er braucht nor­ma­ler­wei­se einen Lek­tor für sei­ne Schrei­be – falls er nicht eigent­li­ch sei­nen Beruf wört­li­ch nimmt und vor Allem SPRICHT

    1. Ich zumin­dest bin sicher, dass Herr Zehrt wirk­li­ch Herr Zehrt ist. Ich hat­te mit ihm näm­li­ch noch einen nach­ge­la­ger­ten Email-Dialog nach sei­nem ers­ten Kom­men­tar hier. 

  19. Bigott ist, dass Abmah­ner einer­seits die Kos­ten der Abmah­nung immer damit begrün­den, dass jeder Fall ja indi­vi­du­ell geprüft wer­den müs­se, bei Feh­lern aber auf das auto­ma­ti­sier­te Mas­sen­ver­fah­ren ver­wie­sen wird. Bigott ist, dass einer­seits der Anwalt los­ge­schickt wird, ande­rer­seits, wenn man Mist gebaut hat, aber erwar­tet wird, dass der unschul­dig das gan­ze ver­trau­ens­voll auf dem klei­nen Dienst­weg kos­ten­güns­tig und dis­kret per E-Mail löst. 

    Was wür­de dapd eigent­li­ch dem­je­ni­gen ant­wor­ten der schreibt: Tut mir leid, bei uns wer­den so vie­le Bil­der ver­öf­fent­licht, da kann schon­mal eins durch­rut­schen, an dem wir kein Ver­öf­fent­li­chungs­recht haben, wen­den Sie sich da ein­fach ver­trau­ens­voll per E-Mail an uns? 

    Ich lese aus dem Geschreib­sel des Pres­se­spre­cher eigent­li­ch nur eines: dapd betreibt auto­ma­ti­sier­te Mas­sen­ab­mah­nun­gen ohne indi­vi­du­el­le Prü­fung, frü­her nann­te man das Mas­sen­ab­mah­nun­gen zum Zweck des Geld­ver­die­nens, heu­te ist es angeb­li­ch Schutz der unab­hän­gi­gen Pres­se­ar­beit.

  20. Der Fall ist inzwi­schen durch­aus dazu geeig­net, ein Exem­pel zu sta­tu­ie­ren – und das ist gut so. Bei Goo­gle sind dapd und ksp bereits per­fekt gerankt. Es muss bei Abmah­nen­de als auch deren juris­ti­schen Hel­fern das Bewusst­sein eines enor­men Repu­ta­ti­ons­ri­si­kos ent­ste­hen. Dass beim dapd bereits der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­chef rotiert, spricht dafür, dass für die was auf dem Spiel steht. Bei den ein­schlä­gi­gen Kanz­lei­en aller­dings habe ich den Ver­dacht, dass die es sogar als hilf­rei­che Plub­li­ci­ty sehen. 

    1. Ich glau­be auch, dass die Repu­ta­ti­on der dapd hier ernst­haft Scha­den neh­men könn­te. Ich habe übri­gens bis­her weder von KSP das ange­kün­dig­te Schrei­ben mit der Rück­nah­me der Scha­den­er­satz­for­de­rung erhal­ten noch von dapd oder KSP das Wort „Ent­schul­di­gung“ irgend­wo gele­sen oder gehört. Und heu­te Abend ist es immer­hin dann eine geschla­ge­ne Woche her, dass ich den Brief der KSP aus mei­nem Brief­kas­ten geholt habe. 

  21. So lie­be Fren­de ich habe auch eine Abmah­nug erhal­ten. Mache dies publik da weder ein Text exis­tiert noch ein Bild oder Screen­s­hot.… Frech­heit !!!!!!!!

  22. Ich wür­de es begrü­ßen, wenn wir hier kei­ne wei­te­ren Rants mehr zur Recht­schrei­bung des Kol­le­gen Zehrt von dapd mehr lesen müss­ten. Inhalt­li­ch brin­gen die uns näm­li­ch kei­nen Deut wei­ter.

  23. Hi, hat son­st noch jemand Kon­takt zur dapd auf­ge­nom­men? Mei­ne Email wird stän­dig von ande­ren Leu­ten der dapd gele­sen, aber seit zwei Tagen kei­ne Reak­ti­on. Und die Zeit läuft, läuft, läuft. Ich soll im übri­gen 500 Euro zah­len, wes­halb ich auch über­le­ge mei­ne Fan­sei­te nach 11 Jah­re lie­ber zu schlie­ßen, ein­fach aus Angst dass soet­was ver­se­hent­li­ch noch­mal pas­siert…

      1. Naja und selbst wenn sie unbe­rech­tigt ist, wäre es ja sehr schön von den­nen zu hören. Herr Zehrt schreibt ja oben, dass es Ihnen in ers­ter Linie dar­um geht zu sehen, wer mit Bil­dern finn­an­zi­el­les Inter­es­se nach­geht, dass mache ich ja nicht und das sieht man ja auch. Und bis zum 20.7.2011 ist auch nicht mehr lan­ge hin. 

    1. Sode­le, gera­de wan­dert die­ser Blog­bei­trag mal wie­der durch die Mün­der… ähm, Web­sei­ten. Die Fra­ge war ja, ob noch jemand Kon­takt zur DAPD auf­ge­nom­men hat.
      – Kon­takt zu Cord Drey­er (Chef des Ladens) -> soll mich an Email-Adresse xyz wen­den
      – Kon­takt dahin -> Frage-Antwort-Spielchen mit Rai­ner Höh­ling
      – Der hat sich fast um Kopf und Kra­gen gere­det und es sein las­sen
      – seit­dem habe ich direkt mit der KSP zu tun 

      Bei mir im Blog hab ich das alles auf­ge­schrie­ben. Wer Inter­es­se hat… 

    1. Was soll die dpa dazu sagen? Die hat ein auto­ma­ti­sier­tes Forderungs-Management im Sti­le der dapd bis­her offen­sicht­li­ch nicht für nötig oder sinn­voll erach­tet.

  24. Hi,
    ich hat­te ges­tern eben­falls ein Schrei­ben von KSP in mei­nem Brief­kas­ten.
    Ich habe mich dar­auf­hin ent­schlos­sen, mei­ne Web­sei­te http://www.paartalbahn.com zu schlie­ßen.

    Fer­tig – ich las­se mich nicht mehr von irgend­wel­chen Schma­rot­zern schi­ka­nie­ren.

    1. Hal­lo Ste­fan,

      Dei­ne kon­kre­te Rechts­la­ge ist mir natür­li­ch nicht bekannt. dapd-Pressesprecher Wolf­gang Zehrt schreibt aber ja wei­ter oben aus­drück­li­ch:

      es geht ganz bestimmt nicht dar­um pri­va­te Blog­ger, Web­sites von Ver­ei­nen etc. zu „ver­fol­gen“

      Es wäre doch auf jeden Fall den Ver­su­ch wert, die dapd zu kon­tak­tie­ren und aus­zu­lo­ten, ob sich die For­de­rung nicht aus der Welt schaf­fen lässt. 

      1. Ich wer­de bestimmt die­se Leu­te nicht kon­tak­tie­ren und viel­leicht noch bit­ten und bet­teln.
        Da haben die bei mir den Fal­schen erwischt. 

        Zum Glück lebe ich in einer Anwalts­fa­mi­lie.

        Ich wer­de gegen die jetzt mit har­ten juris­ti­schen Mit­tel vor­ge­hen.

        1. Von bit­ten und bet­teln war ja nicht die Rede. Aber halt uns hier doch mal auf dem Lau­fen­den, wie Dei­ne nega­ti­ve Fest­stel­lungs­kla­ge oder was auch immer Du über­legst sich ent­wi­ckelt und aus­geht. Dürf­te ja noch mehr Men­schen inter­es­sie­ren.

          1. Hi tee­zeh,

            sehr ger­ne. Aller­dings wer­de ich – bevor nicht alles klar ist – vor­er­st kei­ne Anga­ben über mei­ne juris­ti­schen Mit­tel hier machen. Wer weiß denn schon, ob unse­re Freu­de von KSP hier nicht kräf­tig mit­le­sen. :-)

            Ich ver­hal­te mich erst mal so, wie von KSP auf­ge­for­dert. Ich lösche jetzt 11 Jah­re Web­sei­ten­ge­schich­te, alle Inhal­te, von mir erstell­te Gra­fi­ken sowie 11 Jah­re Arbeit wan­dern jetzt in den Papier­korb und wer­den mit dem Gutmann-Verfahren ver­nich­tet. Off­line ist die Sei­te ja schon. 

          2. Hi Ste­fan,

            ich ver­ste­he Dei­ne Ver­är­ge­rung. Aber KSP hat Dich sicher nicht auf­ge­for­dert, Dei­ne Web­site off­line zu schal­ten oder gar alle Inhal­te zu löschen, oder? 

          3. Das Pro­blem ist, der Text wird nicht zitiert. Es wird eine URL ange­ge­ben.
            Da ich nicht ein­ord­nen kann, wo sich der Text mit der angeb­li­chen Urhe­ber­rechts­ver­let­zung befin­det, muss ich die kom­plet­te Web­sei­te schlie­ßen.

            Mei­ne Web­sei­te war aus­schließ­li­ch auf ein Daten­bank­sys­tem auf­ge­baut. D.h. der Text auf der ange­ge­be­nen URL kann über­all auf­tau­chen, wenn ange­for­dert.

            Daher mus­s­te ich alles schlie­ßen und 10 Jah­re Arbeit kom­plett löschen. Ich ver­hal­te mich nur, wie im Schrei­ben ange­for­dert.

          4. Du mein­st es wird ein URL ange­ge­ben, der nicht ein­deu­tig auf einen bestimm­ten Blog­post ver­weist? Das ist doch ein Witz! 

          5. Gen­au, es wird nur eine URL ange­ge­ben.
            Bei einer auf MYSQL Daten­bank­ab­fra­gen basie­ren­de Web­sei­te kann die­ser Text z..B. über die Such­funk­ti­on über­all erschei­nen.

            Hät­te KSP mir nur den Text genannt, hät­te ich auch nur den Text gelöscht.
            So wur­de ich genö­tigt, das kom­plet­te Web­an­ge­bot zu ent­fer­nen und dies – wie ange­for­dert – auch von all mei­nen Daten­trä­gern. 10 Jah­re Arbeit für’n Arsch (wenn ich mir den aus­druck erlau­ben darf) 

  25. Hi,

    KSP scheint aktu­ell ein sehr mun­te­res Busi­ness zu betrei­ben :)

    Das Gan­ze läuft wohl weit­ge­hend auto­ma­ti­siert ab – kann mir kaum vor­stel­len, dass da jemand prüft, ob es einen klei­nen Blog­ger tref­fen wür­de. Und das bestä­ti­gen die Aus­sa­gen hier ja auch. 

    Auto­ma­ti­sier­te Seri­en­ab­mah­nun­gen an Betrei­ber klei­ner Web­sei­ten sind aus mei­ner Sicht „das Geschäft mit der Angst“ – und es ist sehr, sehr scha­de, wenn jemand des­we­gen sei­ne Web­site auf­gibt.

    Ich kann nur den Kopf schüt­teln, wenn eine Agen­tur wie dapd – die ich bis­her für seriös gehal­ten habe – auf die­se Wei­se ver­sucht ihre Ren­di­te zu ver­bes­sern ;)

    Hat­te ges­tern auch so ein Schrei­ben im Brief­kas­ten. Da hat­te in mei­nem Forum vor 5 Jah­ren ein User in einem Bei­trag irgend­was von denen zitiert.
    Natür­li­ch ist es nach dem Tele­me­di­en­ge­setz so, dass man als Sei­ten­be­trei­ber für so etwas nicht haf­tet, son­dern nur den Bei­trag ent­fer­nen muss. 

    KSP kennt das TMG sicher auch, aber so gen­au wer­den sie die Sachen eben nicht anschau­en. Denn den Gewinn wird hier eher die Quan­ti­tät als die Qua­li­tät der Arbeit brin­gen.

    Ärger­li­ch ist natür­li­ch, dass man nun dem eige­nen Anwalt ein­schal­ten muss, denn der kos­tet natür­li­ch auch sein Geld. Bei den knapp 500 EUR, die KSP ver­langt, wird es finan­zi­ell kei­nen gro­ßen Unter­schied machen. Aber man mag den eige­nen Anwalt irgend­wie doch deut­li­ch mehr :) 

    Süß auch der Hin­weis am Ende des Schrei­bens namens „War­um die dapd nach­rich­ten gmbh gegen Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen vor­geht“ …
    Da könn­te eine dapd als seriö­se Nach­rich­ten­agen­tur doch auch mal die Wahr­heit sagen – wie wäre es z.B. mit „Wir wol­len nur Ihr Bes­tes – Ihr Geld“ ;) 

    Gruß

    1. Wie ist die Sache aus­ge­gan­gen??? Ich hab näm­li­ch als Gratis-Homepage-Baukastenbetreiber gen­au das sel­be Pro­blem:
      Heu­te kam eine Zah­lungs­auf­for­de­rung , weil einer mei­ner User einen urhe­ber­rechtl. geschüt­zen Text auf sei­ne Home­page gestellt hat. Der Homepage-Server bzw die Top-Leverl-Domain wird aber von mir betrie­ben. Wär toll, wenn Du Dich mel­den könn­test.

  26. Auch ich hat­te ein Schrei­ben in mei­nem Brief­kas­ten.
    Bereits mehr­fach schrieb ich die DAPD an, mit der Bit­te um Klä­rung des Sach­ver­halts.
    Ich habe bis heu­te kei­ne Ant­wort erhal­ten.

    Ich fin­de es schon etwas schä­big, Zah­nungs­auf­for­de­run­gen zu ver­sen­den
    und dann wird einem die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­wei­gert.

    1. An wel­che Adres­se bei der dapd hast Du Dich gewen­det? Ich emp­feh­le copyright@dapd.de. Wobei man auf­grund des auto­ma­ti­sier­ten For­de­rungs­ver­fah­rens wohl davon aus­ge­hen muss, dass die Agen­tur kei­nes­wegs mit Ein­zel­fäl­len ver­traut ist – und ver­mut­li­ch auch nur dann reagiert, wenn die For­de­rung unbe­rech­tigt erfolgt (wie in mei­nem Fall)… 

  27. Ich wer­de gezwun­gen, mein kom­plet­tes Forum nach einem bestimm­ten Bei­trag zu durch­su­chen, um Tex­te mit Urhe­ber­rechts­ver­let­zung zu fin­den. Im Schrei­ben von KSP wur­de weder ein Screen­s­hot, noch ein Text bei­ge­stellt – nur eine URL wird auf­ge­führt.

    Es ist ein Ver­stoß gegen die Mei­nungs­frei­heit, wenn ich jetzt jeden Text mei­ner Foren­be­nut­zer durch­leuch­te und dann evtl. raus­lö­sche. Ich bin doch nicht bei der Sta­si!

    Es gibt so viel Schmud­del­s­ei­ten sowie Blogs mit rechts­ra­di­ka­len Hin­ter­grund im Inter­net – dage­gen wir nichts gemacht. 

    Das zeigt doch, wie per­vers die­se gan­ze Abmahn­ma­fia doch ist. 

    1. Dass Du das Forum durch­su­chen mus­st, ist frag­los ärger­li­ch. Mit einem Ver­stoß gegen Mei­nungs­frei­heit oder gar Sta­si hat das aller­dings nun wirk­li­ch über­haupt nichts zu tun. Und natür­li­ch wird etwas gegen rechts­ra­di­ka­le Sei­ten und Blogs unter­nom­men – vor­aus­ge­setzt, jemand mel­det das an pas­sen­der Stel­le.

  28. Vie­len Dank für die inter­es­san­te Dis­kur­si­on.

    Heu­te erreich­te mich eben­falls ein Schrei­ben bezüg­li­ch einer Urhe­ber­ver­let­zung der dpa Deut­sche Pres­se Agen­tur in Ham­burg. Wie kann eine insol­ven­tes Unter­neh­men wei­ter­hin For­de­run­gen gel­tend machen? Was ist nun zu tun? Ich freue mich auf Eure Unter­stüt­zung.

    1. Hal­lo Herr Fuhr­mann,

      ich wüss­te nicht, dass die KSP auch im Auf­trag der (alles ande­re als insol­ven­ten) dpa abmahnt. Oder mei­nen Sie die zum zwei­ten Mal und wohl end­gül­tig insol­ven­te dapd?

      Wie auch immer: Ihre Web­sei­te ist kein pri­va­tes Blog so wie die­se hier – da ist die Lage aus Sicht der dpa/dapd ver­mut­li­ch anders als in mei­nem Fall.

      Und ohne die Details zu ken­nen, kann ich auch kei­ne wei­te­ren Tipps über das hin­aus geben, was schon im Kom­men­tar­thre­ad oben zu fin­den ist… 

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